Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1321821
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heiligen Geistes und den Tod Mariens. Der Meister scheint ebens0 
mit den südlichen Landschaften Deutschlands, wie mit dem Norden 
Italiens bekannt gewesen zu sein. Die Gehaltenheit der Empfin- 
dung erinnert an Zeitblom, das plastische Herausarbeiten jeder 
Figur an die paduanische Schule. Die Malerei ist sehr gediegen; 
die Untermalung wurde in Tempera ausgeführt, dann mit Ül über- 
gangen; der Grund ist golden. Einige Verwandtschaft mit den 
vorigen zeigt ein Bildchen des heiligen Wolfgang in der Georgs- 
kapelle der Frauenkirche zu München. Von einem Tiroler Meister 
rührt eine iigurenreiche Kreuzigung von 1464 im Klerikerseminar 
in Freising her, und ebendort von Friedrich Packer (vergl. Tirol) 
ein Altarwerk von 1483 mit der Taufe Christi, das aus der Spital- 
kirche in Brixen dorthin gelangte. Die Charakteristik ist derber 
als bei dem Bruder MiclzaelPacher (vergl. Tirol), der Aufbau der 
Landschaft phantastischer.  Vor 1450 entstand das bemerkens- 
werte Wandbild in der Kirche zu H0 flach bei Alling. Die 
Herzöge Ernst, Albrecht und Wilhelm knieen vor der heiligen Sippe. 
Übergross steht die heilige Anna da, Engel halten ihr den Mantel; 
vor ihr zeigen die drei Marien ihre Kinder. Hinter den Herzögen 
steht der heilige Georg mit der Kreuzfahne. An die Herzöge 
schliessen sich knieend die Adelsgeschlechter und ein Münchener 
Bürger; den Schluss bilden die Bogenschützen und Buben. Das 
Bild ist sehr tüchtig, auch im Porträt, im ganzen noch idealistisch. 
Das grosse Wandbild am Choräusseren der Pfarrkirche zu Wasser- 
burg ist stark beschädigt. Es ist grossartig und edel in den 
Formen, sinnig in der Komposition und giebt den Baum des Lebens. 
Oben erscheint Gottvater von Engeln umgeben, zur Seite schwebt 
der heilige Geist als Taube. In der Mitte des Kruzifixes, vom 
rechten Kreuzarm geht eine segnende Hand aus, die Kirche fangt 
das Blut der Seitenwunde auf, sie reitet auf den Zeichen der Evan- 
gelisten. Gegenüber geht wieder eine Hand vom Kreuz aus, unterhalb 
die Synagoge, sie sitzt auf einem liegenden Esel. Unter der 
Synagoge der Baum der Erkenntnis mit der Schlange, vor ihr 
steht Eva u. s. w. Den Abschluss des kolossalen Bildes nach unten 
bildet der ßüferställdsnß Christus, zur Rechten mit den Seligen, 
zur Linken die Vorhölle und unten die Hölle. Das Bild kann 
1460-1470 entstanden sein. Die Wandgemälde am Alten Hofe 
in München geben die stehenden Bilder bayrischer Fürsten und 
ihrer sagenhaften Ahnen. 13 haben sich an einer Wand des alten 
Ahnensaals erhalten. Es sind immer zwei und zwei im Gespräche 
dargestellt. Die ziemlich kurzen, idealisierten Gestalten waren ur- 
sprünglich in Tempera gemalt, etwa bald nach 1466. In Pippin g 
ist der ganze Chor der Kirche mit Wandbildern geschmückt; die 
Gewölbe blau mit Sternen, ringsum kleine Bilder der Passion.
        

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