Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1321707
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Zeit. 
Spätgotische 
Die Rückseite bietet die Verkündigung, die Geburt des Herrn, die 
Anbetung der Könige und die Himmelfahrt der Jungfrau. In der 
Verkündigung sitzt Maria in einem von Mauern umgebenen Garten; 
das Einhorn flüchtet sich in ihren Schoss und wird von Hunden 
gehetzt. 
Schweiz. In Basel scheint zwischen 1425-46 ein Meister 
Lauwlin eine grosse Rolle gespielt zu haben. Von ihm waren 
möglicherweise die erst 1860 zerstörten dortigen Wandbilder. Nach 
den genommenen Kopien, jetzt im Museum zu Basel, zeigte ihr 
Stil eine Mischung realistischer Formensprache und stark aus- 
geprägter Empfindung für Milde im Ausdruck. Aus der Schule 
des Meisters des llrfarienlebens in Köln (vergl. Niederrhein) enthält 
das Museum in Basel ein Schulbild (Nr. 76), drei schwebende 
Engel auf Goldgrund. Ebendort von Kasper Isenmann (vergl. 
Oberelsass) zwei Gemälde auf Goldgrund: Nr. 77 der Mannaregen 
und Nr. 78 das Passahfest. Bernhard Strigel (vergl. bayrisches 
Schwaben) ist in der Baseler Galerie mit zwei Bildern vertreten: 
Nr. 90 St. Anna selbdritt auf gemustertem Goldgrund, auf der 
Rückseite die heilige Helena; Nr. 90a die Marter des heiligen 
Laurentius, ebenfalls auf Goldgrund. Ebendort von Hans Holbein 
dem Alteren (vergl. bayrisch. Schwaben) Nr. 91 mit dem Tod der 
Maria auf Goldgrund. Die Jahreszahl auf dem Nimbus des älteren 
Jakobus muss als 1490 gelesen werden. Ausserdem enthält der 
Saal der Handzeichnungen derselben Galerie unter Nr. 15-27 eine 
Anzahl Entwürfe Hans Holbeins des Älteren zu seinen ausgeführten 
Gemälden.  Die Wandgemälde der Augustinerkirche, jetzt 
Bibliothek in Basel, die Kreuzigung darstellend, gehören wohl in das 
15. Jahrhundert. 
Bayern (S chwab en). Die Schule von Augsb urg erlangt einen 
weitreichenden Einfluss und wird durch ein reiches Patriziertum, 
welches einen lebhaften Verkehr mit Venedig unterhielt, angeregt. 
Namen von Malern sind für die Mitte des 15. Jahrhunderts genug 
überliefert, aber es ist mit diesen älteren Meistern, wie Thoman 
Burckmaier u. a., kein Werk mit Sicherheit in Verbindung zu 
bringen. Von Peter Kaltenhof befindet sich eine bemalte Holz- 
decke von 1457 im Bayrischen National-Museum in München 
(vergl. Oberbayern). Ein Wandbild mit dem Tode Maria von 1467, 
dessen Meister unbekannt ist, befindet sich im Chor der St. Jakobs- 
kirche in Augsburg und zeigt noch keinen scharf ausgeprägten 
Charakter. Erst Hans Holbein der Ältere gründete eine Schule 
in Augsburg, die am frühesten von allen deutschen der italienischen 
Art zuneigte. Hans Holbein wurde gegen 1460 in Augsburg ge- 
boren, starb ebenda 1624, war wahrscheinlich Schüler des Thoman 
Burkmaier und stand, wie es scheint, später unter dem Einflusse
        

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