Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1319844
indem man sie in verschiedenen Biegungen schweift und aus- 
schneidet. Diese dem Holzstil durchaus entsprechende Technik 
bringt dann häufig Combinationen hervor, welche an die Gothik 
erinnern. Besonders reich werden durch derartige Ornamente 
die Fensterbrüstungen geschmückt (Fig. 256). Die Fenster selbst 
sind nach der Sitte des Mittelalters in Gruppen angeordnet und 
mit einem Rahmenwerk eingefasst, welches wie dieselbe Figur 
zeigt bisweilen auf hübschen Consolen kräftig vorspringt. Die 
Boppard. 
Fensterbriistungen. 
Pfosten und Rahmen werden abgefast und mit dekorirten Rund- 
stäben gegliedert, auch sonst durch elegantes Ornament von ver- 
schlungenenBändern, Schuppen, Blättern u. dgl. reich geschmückt. 
Eine selbständige Verdachung, auf einem Zahnschnittgesims ruhend, 
schliesst nach oben solche Fenstergruppe ab. So zeigt es in Fig. 257 
ein hübsches Giebelhaus vom J. 1606 zu Traben an der Mosel. 
Es ist aber stets eine feine Anmuth, welche der Dekoration 
ihr festes Maass anweist. Mit Vorliebe fügt man diesen Facaden 
kräftig vorspringende Erker hinzu, sei es dass dieselben auf den 
Ecken polygon ausgekragt sind, wie ein besonders originelles 
Beispiel an einem Hause von 1572 in Rhense vorkommt, oder 
dass die Mitte der Facade durch solchen Vorbau ausgezeichnet 
wird wie an dem unter Fig. 258 mitgetheilten Hause zu Ober- 
lahnstein vom J. 1663. Der Einfluss der Renaissance spricht
        

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