Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1319431
Die nordwestlichen Binnenländer. 
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mit kräftig barocken Giebeln und Portalen in der Obersten Gasse; 
ein Eckhaus daselbst mit Fachwerkbau in den oberen Geschossen, 
die Formen antikisirend, die Schwellen mit Zahnschmttfriesenv 
bezeichnet 1651. Mehrere hübsche Holzhäuser in der Oberen 
Marktgasse, der Kettengasse, der Oberen Fuldaäasse und hlnter 
dem Judenbrunnen. 
In Hersfeldl) ist vor Allem ein stattliches Rathhaus zu ver- 
zeichnen, das bescheidnere und kleinere Vorbild des Rathhßllses 
zu Münden, mit zwei kraftvoll barocken Giebeln an der _F1'0nt 
und je einem ähnlichen Giebel an den beiden Seitenfacaden, in der 
Mitte des Daches ein hölzernes Glockenthürmchen in gothläßhen 
Formen, die Fenster auch hier    M!  
durchweg paarweise gruppirt, mit j:    
gothischer Umrahmung, das Portal  "y I, f v.) 
mit seiner Freitreppe ebenfalls ein    
reducirtes Vorbild des Mündener  i," 
Portals. Im Innern hat der Sitz-  
ungssaal eingelegtes Täfelwerk, "q ßtäil 
Jetzt leider mit welssei Oelfarbe  1a 
angestrichen. Ueber der Eingangs-    I; 
thür dieJahrzahl1597, über einem     m 
Portal im Hofe 1612.   lt"  I,  
Allendorf ist durch einige "wir"  lß i  
reich ausgebildete Fachwerkbau- Fig. 24a. Aus Allendorf. (F. Hoämann.) 
tenbemerkenswerth,welchedurch- _ d 
weg den entwickelten Renaissancestil zeigen. Namentlich weruen 
die Balkenköpfe als elegante Consolen behandelt: (im ächwe an 
sammt den Füllbalken mit Zahnschnitten, derben Eierstaben und 
Perlschnur geschmückt. (Fig. 245).   
In Fritzlar ist das seit 1580 erbaute HochzeitshausrdJetzä 
Kaserne, ein Fachwerkbau über steinernern Eldgeschossjh um 
ein reiches Portal und einen Erker, sowie 1m Innern dulß eine 
steinerne Wendeltre e aus ezeichnet. _  _ 
Etwas mehr biegt llrlarligrurg. Die ellemahgie filfstllchelälifnf- 
lei, jetzt Regierungsgebaude ist eine schhchtevlerstockrge du age 
vom Jahr 1575 mit Barockgiebelnr in der Mute d? Fagale-eln 
viereckig vorspringendes Treppenhaus mit Stememeälljvend? itläge 
und Renaissaneepoxtal. An dem gothrschen Rat EWS 15 91' 
Giebel mit der Uhr in ähnlichen Formen 1081 dem Treppenthurm 
aufgesetzt. Die stattliche Herrenmühler 1582 w" Melster Eber" 
1) Werthvolle Notizen, von Zeißhflllngen" L- und F- HOKWIUTVS begleitet, 
verdanke ich der zuvorkommenden Güte des Bauraths v. Dehn-Rotfelser.
        

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