Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1319374
Kap. XVI. 
Niedersachsen. 
903 
der Langen Strasse mit der Inschrift: Aedes Jcdolphus Piscator 
condidit istas 1548. Ebenso das mächtige Eckhaus der Markt- 
und Langensti-asse vom Jahre 1554, an der einen Seite mit einem 
Dacherker, an der andern mit zwei sonst hier nicht vorkommenden 
Erkern belebt. 
Bald darauf treten die reicheren Formen der diagonal ge- 
kerbten und gerippten Rundstäbe an den Schwellhölzern 1n den 
schönsten Mustern auf, ähnlich den Hausern in Höxter. Endlich 
geht Alles in antikisirende Formen über, die Balkenköpfe werden 
als Consolen mit geschwungenem .f 
Profil und hübscher Perlsehnur be-    j,r_   
handelt, die Schwellen und ihre f J  35'   
Füllbalken mit feinen classischen  ji."     
Gliederungen und zierlichen Con-  ,l- 5  j  
solen- oder Zahnschnittfriesen in  I7 I] k): 
mehrfachen Reihen dekorirt. So an   t w .ZX7  
einem der grössten und schönsten    7? 
Häuser, der Südseite der Kirche ge-   i;  
genüber; noch zierlicher antikisirend  V 
gleich daneben am Pfarrhaus. Genau  x 
dieselbe Behandlung an einem Hause  "  
der Marktstrasse mit der Inschrift:   llilir-"ä, W 
Psalm 68. Tu recreas bonitate tua  a. Qfitt  h 
afflictum deus. Wilhelm Spangen-    i  "i" ' 
berg anno dni MDLXXX. X. Juni. Fiz- 244- AWMlmdem (FJJOHmQmL) 
In beiden Fällen die Hausthür durch 
antikisirende Pilaster oder Säulen im Charakter des Steinbaues 
eingefasst. Ungemein kraftvoll behandelt, aber nicht mehr so fem 
gegliedert eins der spätesten Häuser vom Jahre 1648 in der Rath- 
hausstrasse. 
Ein vereinzeltes Werk edler Frührenaisrsallößfoläesit? dießlasgs" 
kirche in dem E ita h Herzo Erichs 1 ' 1111 Semer e" 
mahlinen Kathariiia vgn Sachseä (T 1524; und Elisabeth von Brdn" 
denburg, wohl noch zu "Lebzeiten des Fürsten allgefertlgt- _ES {St 
eine ganz vorzügliche Arbeit, in der Architektur noch schlicht, 1m 
Figürlichen voll Lebensgefühl und Adel, 1n Solenhofer _Kalkste1n 
wahrscheinlich von einem süd- oder mlttcldelltsßhßll Melßtcr aus- 
geführt. _  V _ 
Die Orgel in derselben Kirche hat G111 Gehausc YOII 16401 111 
reichen schon ziemlich barocken Formen gßsßhnltzt, m Gold 111111 
Weiss decorirt. 

        

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