Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1319263
892 
III. 
Buch. 
Deutschland. 
Renaissance 
und prächtigen Friesen eingefasst sind, während Statuen römischer 
Kaiser die Zwischenräume ausfüllen. Noch üppiger wird der 
Erker durch kraftvolle figürlich belebte Consolen, Hermen, Reliefs 
und Figurenfriese charakterisirt. Der obere Stock hat sich dafür 
mit absoluter Dürftigkeit behelfen müssen; die Mittel haben oifen- 
bar zu weiterer Durchführung nicht ausgereicht. Dagegen ist die 
lange Hoffacade, welche auch den Eingang enthält, in ähnlichem 
Reichthum, wenn auch in minder energischen Formen, mit Metall- 
ornamenten bedeckt und durch ein kleineres System ionischer 
Pilaster sammt phantastisch barocken Hennen gegliedert. Das 
ganze Werk dürfte niederländischen Ursprungs sein. Die Figuren 
zeugen von grosser Anstrengung, aber unbedeutender Hand.  
Ein vereinzeltes Werk derselben Spätzeit ist der stattliche 
und reich ausgeführte Erker, welcher 1591 der Facade des so- 
genannten Templerhauses am Markt, einem strengen früh- 
gothischen Bau, angefügt wurde. Er zeigt ähnliche Pracht der
        

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