Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1318999
allen Ecken mit derben Quadern eingefasst, _welche durchbrna- 
mentale Linienspiele, Drachen und andere Thierliguren vollig be- 
deckt sind. _ , 
In derselben Weise hat man die Einfassungen d? Fenster 
ausgebildet. Im Uebrigen zeigen die Fenster dle gflthläche 3011" 
struction und ziehen sich, durch zwel Stäbe gewellt, m b? 9"" 
tender Höhe von circa 40 Fuss bis dicht unter das Dacligesimse 
hinauf, wo sie im Spitzbogen schliessen. Am merkwürdigsten 
ist aber das Maasswerk behandelt: (Fig. 232) aus den korinthi- 
sirenden Kapitälen der Theiäungsstäbe  
schwin t es sich in freier ewegung, w   
nach fit der Renaissance ausdLaub- f, . 
büscheln zusammengesetzt un mit  
mancherlei iigürlicliem Schmuck ver-  1' 
sehen, in bizarrer Phantastik empor,  
eine geniale Travestie des gothischen  
Maasswerks. Am Querschiif sind kür:  p, 
zere und schmalere Fenster, JG zwei   
neben und über einander angebracht.  
Auch die Strebepfeiler sind der Gothik  
entnommen, aber in der Abswht   "ist   
Qebenfalls zu antikisiren, hat der Künst-  gültig iiäli iiiilwljl  
ler sie zu schwerfälligen nach oben   
 Pfeilern umgestaltet dm     
auf dem derben Kranzgesimse unor-     
ganisch genug Statuen der Apostel  ÜEEiEEiiQÄJÄ  
tragen und dem Baue willkürlich an-   
gelehnt erscheinen. Verknüpft werden "-4  "im Wir-lii-  
sie diesem, nur durch das kraftvolle Fig. m. vggäiäfäügfäfiirvhe w 
Sockelgesims und ein in halber Hohe 
umlaufendes Friesband, welches mit  b _t 
Engelköpfen, Früchten, Blumen und Blattern bele t iS. _ d _ 
Die beiden Portale an der Nord- und Sgdselte Smt n; 
Rustika ausgeführt, an den Seiten "mit Sitznisfc en auslgels aäte 
und mit unkannelirten ionischen Saulen 0611389 assti We c e a9 
Gebälk sammt dem Giebel tragen. Zur hochsten Pracht entfaltet 
sich das Haiiptportal an der Westfront, (Flä- 233) mumllhbogen" 
- -  'rt n korinthischen Saulen eingefasst 
artig mit dreifach gTIIPPI e . 1 
beiderseits Nischen mit Statuen. Ueber dem mittleren Bogen 
erhebt sich eine hohe Attika, nach A" gothlsciler Wlmpfälige das 
dahinter liegende Fenster halb verdeckend. .D16 Composition des 
Ganzen, obwohl ziemlich locker, _1st energisch und Illßhli. ohne 
Reiz; die Einzelformen, namcnthch die zusammengedruckten 
Kugler , Gesch. d. Baukunst. V- 55
        

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