Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1318123
778 
Buch. 
III. 
Renaissance in Deutschland. 
mit Villen iibersäeten I-Iügelzüge sich in voller Liebliehkeit öffnet, 
wurde nach langer Unterbrechung erst 1617 von Nosseni wieder 
aufgenommen und durch seinen Nachfolger Sebastian Walther 
vollendet. Mit seinen vier ionischen Marmorportalen und den in 
Alabaster, Marmor und Serpentin getäfelten Wänden, den zahl- 
reichen Büsten, den von vergoldeten Blumengewinden eingerahm- 
ten Freskogemalden der Decke war er ein Wunderwerk der Zeit. 
Der Blitz, der 1747 in das unbegreiflieher Weise unter ihm an- 
gebrachte Feuerwerklaboratorium schlug, zerstörte den reichen 
Bau. Die Grabkapelle in Freiberg wird 1593 vollendet und dem 
ehrgeizigen Italiener gestattet, sein Verdienst um diese in einer 
Marmorinschrift zu rühmen. Der Aufwand für den ganzen Bau 
hatte sich auf 51,000 Meissner Gulden belaufen. Neben alledem 
wird Nosseni vielfach nicht bloss vom Kurfürsten, sondern auch 
von den befreundeten Höfen veranlasst, für die glänzenden Fest- 
lichkeiten die Dekorationen zu entwerfen und die künstlerischen 
Ideen anzugeben. So bürgert sich hauptsächlich durch seine 
Wirksamkeit die Renaissance nach allen Seiten ein. 
Torgau. 
Die Stadt Torgau, berühmt durch das 1526 hier geschlossene 
Bündniss und die 1530 hier abgefassten Torgauer Artikel, die 
Grundlage der Augsburgischen Confession, war im 14. J 
digliäßidßuzu...dexmllrlaxkgräfääl Seit 1481 erbaute 
Herzog Albrecht das steil üloer der Elbe aufragende Schloss 
Hartenfels, dessen älteste Theile noch aus dieser Zeit stammen. 
Die Vollendung des ansehnlichen Werkes erfolgte dann unter 
Johann Friedrich dem Grossrnüthigen, mit dessen Regierungs- 
antritt (1532) wir insehriftlich dort neue Bauthätigkeit nachweisen 
können. NäßllSt der Plassenburg ist das _'S_ghl_oss_ zu Torgau das 
ggeyvaltigste Denkmal der Renaissance in Deutschland Auf einem 
erhöhten steil abfallenden Hügel an der Elbe erhebt es sich und 
kehrt seinen stijlästliqhmeßnjvayytbau  in Fig. 211) mit Weit 
vorspringendem thurmartigeni ErkierwFdem Flusse__zu.1) Der Bau, 
jetzt als Kaserneijehutzt" "unifldadurch uielenuÜnigestaltungen und 
modernen Zusätzen anheimgefallen, ist eine uulfßgäßlnllläääigersgän- 
lage, deren vlgggr noch dem Ausgang degwllliildallällä.angehört. 
Johann Friedrich der Grossmüthigeifdefphier 1503 geboren wurde, 
1) Der Grundriss ist mir auf gütige Vermittlung des Herril Ferd. v. Quasi: 
durch die K. Commandantur der Festung Tßrgall nlitäethellt Würden-
        

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