Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1317192
K39 
XIII. 
Die 
Binnenländer. 
nordöstlichen 
685 
cips vernachlässigt, so tritt hier die erstere in ihr volles Recht. 
Nicht blos dass kräftige Pilaster und Säulenstellungen mit reich 
durchgeführten Gesimsen die Flächen rhythmisch beleben, auch 
ein reicherer Ornamentalschmuck tritt in Flachreliefs, meist in 
Stuck ausgeführt, hinzu. Aber noch interessanter werden diese 
Faeaden dadurch, dass sie häufig in zwei Giebel zerlegt sind, 
oder gar in der Mitte einen vollständigen Giebel zeigen, der von 
zwei halbirten begleitet wird. Die erstere Form kommt in sehr 
eleganter Weise an einer kleinen Fagade der Wagnerstrasse 
N0. 4 zur Erscheinung (Fig. 189). Hier gliedern eingeblendete 
ionische Säulen in wirksamer Weise die Flächen, auf kräftige 
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Voluten gestellt, die einen vollständigen F ries bilden. Die" Fenster 
sind mit geränderten und facettirten Quadern eingefasst, die 
grösseren Flächen durch Metallornamente belebt, die Silhouette 
ausserdem durch kraftvolle Voluten bereichert. Die unteren Theile 
der Facade sind mit Einschluss des Portals ganz einfach. Aehn- 
liehen Doppelgiebel zeigt das Haus Burgstrasse N o. 2, mit derben 
Pilastern und einfachen Voluten ausgestattet; das Portal in 
reicherer Weise mit hübschem Laubornament, welches die ko- 
rinthisirenden Pilastei- und die Archivolte bedeckt, während der 
Fries Metallornamente zeigt. Die andere, für Brieg besonders, 
charakteristische Auffassung mit einem ganzen und zwei halbirten 
Gißheln sieht man in zierlicher Weise durchgeführt an dem
        

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