Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1317036
Kap- 
XIII. 
Die 
Binnenländer. 
nordöstliehen 
669 
fach verwendeten Kanneluren, die nicht blos am Stylobat und 
dem mittleren Theile des Säulenschaftes vorkommen, sondern 
auch den hohen Fries zwischen den Kapitälen schmücken. Wie 
der Architekt mit der Unregelmässigkeit der Portalanlage ge- 
kämpft hat und durch ein Kapitäl über dem Sehlussstein des 
grossen 'l'horbogens sich sinnreich genug zu helfen suchte, er- 
kennt man aus der Abbildung. In der Attika aber kommt das 
Schlossportal zu Liegnitz. 
Unsymmetrisehe der Anlage in der Anordnung des Wappens und 
fler beiden Brustbilder empfindlich zu Tage. Diese Theile sind 
übligens vortrefflich ausgeführt, namentlich die Brustbilder des 
Erbauers Friedrichs. II (148841547) und seiner zweiten Ge- 
mahlin Sophia von Brandenburg; 1), trotz starker Zerstörung von 
anziehender Lehensfrische. 
Wir haben hier also eine Schöpfung jenes ausgezeichneten 
Fürsten, der zu den edelsten Förderern der Geisteskultur in 
Schlesien gehört. Noch "ehe er zur Regierung kam, bezeugte er 
durch die in seinem zwanzigsten Lebensjahr angetretene aus 
äsPflderbai-ei- Innigkeit" unternornmene Pilgerfahrt nach dem 
elhgßll Lande einen regen Sinn für ideale Interessen. Später 
in der Spitze eines schlesischen Städtebundes wusste er das 
seälnd von den Raubrittern zu säubern, und sodann Während 
dulllef Regierungszeit seln Gebiet nicht blos zu vergrossern und 
19h einsiehtsvolle Verwaltung zu hoher Blüthe zu bringen, 
Abgeb. 
in 
Schles. 
Luchs 
Fürstenbilder, 
Taf. 
19 
und
        

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