Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1316330
Kap. x11. 
Die österreichischen Länder. 
599 
und originellsten Metallarbeiten der Renaissance, ganz aus Bronze 
mit fünf dekorirten Säulchen errichtet, die in einen prächtig 
ornamentirten Oberbau übergehen. Ranken und Blumen verbin- 
den sich darin mit Figürlichem zu reizvollerWirkung (vgl. Fig.164). 
Dicht bei dem Brunnen erinnert eine Tafel daran, dass der grosse 
Kepler von 1594 bis 1600 hier gelebt hat. 
Erwähnt man noch die jetzt zerstörten Theile der Burg und 
das kaum noch dieser Epoche angehörende Mausoleum Kaiser 
Ferdinands II, einen italienischen Kuppelbau in Barockformen, 
so hat man das Bemerkenswertheste der Renaissance in Graz 
erschöpft. Auch hier trifft man dieselben architektonischen Züge, 
Fig- 
Wasserspeier vom Landhaus in Graz. 
Welche fast allen Städten Oesterreichs gemeinsam sind: eine auf- 
fallende Aermlichkeit, soweit das Mittelalter oder die Renaissance 
ilrFrage kommen; erst in der späteren Baroek- und Rocoeozeit 
eine reichere Entfaltung. So" fehlt es auch hier nicht an statt- 
lichen palastartigen Gebäuden im italienischen BarockstiL- In 
der älteren Zeit wird man auch hier sich meist mit Bemalung 
der Facaden behelfen haben. Eine 110a behandelte Faeade, frei- 
lich erst aus dem 18. Jahrhundert, sieht man noch in der Herren- 
gasse, dem Landhause schräg gegenüber. Mehrfach kommen 
polygone Erker an den Ecken vor, aber ohne architektonische 
Ausbildung. Neben dem Landhaus zeigt eine Facade ein schlich- 
tes, aber eharaktervolles Renaissanceportal. Der Hof dieses
        

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