Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1316088
574 
III. 
Buch. 
Renaissance in 
Deutschland. 
Von den städtischen Bauten sind zunächst die sogenannten 
Landhäuser, d. h. die für ständische Versammlungen errichteten 
Gebäude, auszuseheiden, denn sie verdanken ebenfalls den pri- 
vilegirten Ständen ihre Entstehung und tragen dasselbe künst- 
lerische Gepräge, d. h. das italienische. Was sonst in den Städten 
Oesterreichs etwa an bürgerlichen Bauten vorkommt, ist an Zahl 
und Bedeutung gering. Die spätere Uebersicht wird zeigen, wie 
unbedeutend die Zahl der bürgerlichen Wohnhäuser aus dieser 
Epoche ist. An Rathhäusern oder sonstigen Werken der städtischen 
Profanbaukunst scheint selbst in den mächtigsten und reichsten 
Städten des Kaiserstaates nichts vorhanden zu sein. Wohl mag 
die künstlerische Dekoration sich überwiegend auf den Fresken- 
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Fig. 
Von einem Brnnnengitter in Salzburg. 
(Franz-Josephs-Kai 
schmuck der Fagaden oder wenigstens auf Sgrafiito beschränkt 
haben. Aber auch davon sind nur geringe Spuren erhalten. 
Dagegen findet man im ganzen Lande, namentlich im Erz- 
herzogthum Oesterreieh, in Tirol und dem Salzburg-ischen, wie 
in Kärnthen und Steiermark noch zahlreiche Schöpfungen der 
Schlosser- und Schmiedekunst, die nirgends herrlichere Werke 
hervorgebracht hat als gerade hier. Wir geben vor-greifend einige 
Beispiele, denen später andere folgen werden: Fig. 152 von einem 
Brunnengitter am Franz-Josephs-Kai in Salzburg, Fig. 153 ein 
Grabkreuz vom Friedhof bei S. Sebastian daselbst, Fig. 154 eine 
Hausglocke vom Gasthof zur Post in Hallstadt: zum Beweis, 
wie damals das Streben nach künstlerischer Verklärung der
        

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