Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1314944
wie grossartig-, die Ausführung kräftig, die Gruppirung der Massen 
malerisch (Fig. 116). Die meistens gekuppelten Fenster mit ihren 
wirksamen Profilirungen gehören noch der mittelalterlichen Bau- 
weise. Gothisch sind auch die Galerieen mit ihrem Fischblasen- 
masswerk, welche die Haupttheile des Baues bekrönen. Dagegen 
sind die Gliederungen der beiden Erker und der hohen Giebel 
durch Renaissanceformen bewirkt. Auch die stattlichen Portale 
zu beiden Seiten der Hauptfagade und die kleineren daneben 
liegenden Treppenpforten zeigen eine wohlverstandene Renaissance. 
Ueberall an passender Stelle ist auch plastische Dekoration ver- 
Rathhans 
in Schweinfurt. 
Erdgeschoss 
Wendet, am vorderen Erker die Wappen der sieben Kurfürsten, 
umrahmt mit zierlicher Einfassung und die Relieffiguren von vier 
Tugenden; an dem anderen Erker Brustbilder, Sirenen mit Pas- 
sionsblumen und anderen Ranken in sehr schönem Fachornament. 
An den Hauptportalen ebenfalls eine reiche und elegante Deko- 
ration, ebenso an den kleineren Pforten und den grossen Portalen 
der vorderen Durchfahrt. Das Ganze macht den Eindruck eines 
mit Liebe und Sorgfalt durchgeführten Baues. 
Bei der Anordnung des Innern muss man sich wieder sagen, 
dass die damaligen Architekten gut Rathhäuser bauen hatten 
denn es galt auch hier nur ein paar grosse Räumlichkeiten klar
        

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