Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1314726
K39 
Franken. 
Offenbach. 
4M 
der Hallen ist von minder feiner Durehbildung als die beiden 
unteren, und verräth die Hand eines geringeren Architekten. 
Dass überhaupt später auch der Hauptbau um ein Stockwerk 
erhöht worden ist, beweist die Abbildung der nördlichen Faeade 
bei Merian, wo ausserdem statt des jetzigen Mansardendaches 
ein hoher Giebel sich findet. Von den beiden Wendeltreppen hat 
besonders die westliche eine schöne Construktion, indem die 
Spindel um drei schlanke Säulen herumgeführt ist. Den Ab- 
schluss bildet ein elegantes Sterngewölbe. Zu beiden Treppen 
führen reich ausgebildete Portale. 
Das Innere (Fig. 111) ist nur durch die zierlichen Rippen- 
gewölbe des Erdgeschosses bemerkenswerth. In dem westlichen, 
68 Fuss langen und 25 Fuss breiten Saale ist es ein Netzgewölbe 
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Fig. 
Schloss zu Offenbach. 
Grundriss  
mit durchschneidenden Rippen, in dem östlichen kleineren Raume 
ein Kreuzgewölbe. An den Saal stösst ein nordwärts heraus- 
gebauter Erker, rechtwinklig vorspringend und mit Fenstern 
versehen, im obersten Geschoss als Altane mit durchbrochener 
Brüstung schliessend. Unter den Fenstern zieht sich spätgothisches 
Maasswerk hin. Man sieht, dass diese Theile noch zum mittel- 
alterlichen Baue gehören. Wunderlich genug springen die beiden 
Rundthürme am westlichen und östlichen Ende dieser Facade 
halb in die innern Räume, halb nach aussen vor, wo sie jetzt 
im obersten Stock balkonartig abschliessen und mit einer Balu- 
strade eingefasst sind. Der Schlussstein im westlichen Thurme 
trägt das Datum 1578 und das Monogramm A. S. Gegenwärtig 
den verschiedensten Zwecken dienend lässt der Bau in Bezug 
auf seine Erhaltung Manches zu wünschen.
        

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