Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1312435
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III. Buch. Renaissance in Deutschland. 
Allgemeiner Theil. 
eine Heiligenfigur, ein Ritter mit dem Wappenschilde der Stadt, 
sei es eine mythologische oder allegorische Gestalt. Fast alle 
alten Städte haben noch als schönsten Schmuck ihrer Strassen 
und Plätze solche Brunnen bewahrt. Der eleganteste ist wohl 
der zu Basel (Fig. 63) mit der originellen Figur des Dudelsack- 
pfeifers und dem Friese der tanzenden Bauern. Zier-lieh ist auch 
der in Figur 34 abgebildete von Schwäb-Gmünd, mit hübschem 
Eisenwerk an den Ausgussröhren, sowie der stattliche zu Rothen- 
burg (Fig. 35). Mehrere Brunnen in Ulm sind mit reichen 
Bronzemasken für den Wasserausguss versehen. Originell ist der 
Brunnen zu Rottweil (Figz 61), der die Form einer gothischen Pyra- 
mide mit naiver Freiheit in Renaissanceformen übersetzt. Klingt 
hier die mittelalterliche Tradition noch nach, so kommt dagegen 
{zu anderwärts der Einfluss Italiens in 
[f   überwiegender Aufnahme bildnerischen 
 ;   Schmuckes zur Geltung: der Brunnen 
 wird aus einem architektonischen fast 
  ausschliesslich ein plastisches Werk. 
 F k  f;  So an dem Brunnen bei der Lorenz- 
  T1131, kirche än Nürnberg, 1589 vonißeneäiicf 
  n,  i 1' Wurzel auer gegossen; an en rei 
iii    I!    Praehtbrunnen der Maximiliansstrasse 
   in, 7,.  zu Augsburg, dem herrlichen Brun- 
  xi; f iii  nenl im ä-Iofe delrResldenz zu München 
un vie en an ern._ 
ämiäglihgtrilfilltlfiyl  1,5 Von den städtischen Bauten zu 
 Schutz und Trutz ist noch manches 
g    erhalten, obwohl unsere nivellirende 
 Zeit immer mehr damit aufräumt. 
Es. so." ziehbr-uugän aus Mark- Wir nennen die Mauern und Thore VQn 
Gmnmgem ( eyssen) Rothenburg, besonders das Spitalthor 
von 1586; die jetzt zum Untergang bestimmten unvergleichlich 
grossartigen Mauern von Nürnberg, namentlich die kolossalen 
Rundthürme an den Hauptthoren; die gewaltigen Festungswerke 
von Würzburg; die allerdings erst um 1660 erbauten Thore von 
Freudenstadt, bis auf eines, das eben auch im Abbruch be- 
griffen, neuerdings zerstört; das Mühlthor zu Schweinfurt vom 
Jahre 1564, endlich die gewaltigen Thore von Danzig, besonders 
das hohe Thor von 1588. 
den 
Mit den Schlössern und fürstlichen Lusthäusern, aber auch mit 
reicheren Bürgerhäusern, stehen fast immer Gartenanlagen
        

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