Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1311512
120 
III. 
Buch. 
Renaissance 
Deutschland. 
in 
Allgemeiner 
des Rathhauses zu Augsburg. 1) Hier ist indess Alles, wie unsre 
Abbildung (Fig. 23) zeigt, schon mit den phantastischen Formen 
des beginnenden Baroekstils durchsetzt, so dass das plastische 
Beiwerk die Architektur überwuchert. Am emplindlichsten be- 
rühren die auf dem Bauch rutschenden Figuren, welche als 
Füsse das Ganze stützen. Auch sind im Aufbau die architek- 
tonischen Glieder zu sehr dem Steinbau nachgebildet, während 
die früheren Oefen sich in der Regel dadurch auszeichnen, dass 
sie die architektonische Form den Bedingungen des Materials 
trefflich anzupassen verstehen. 
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Fig. '25. Ofeukuchcl. Nürnberg. b; 
Dagegen herrscht in der Mehrzahl dieser Werke ein gesunder 
tektonischer Sinn und eine ächt künstlerische Behandlung. Sehen 
die Abwechselung zwischen den streng, baulichen Gliedern, dem 
Vegetabilischen oder gemischten Ornament und den selbständigen 
figürlichen Scenen ist voll grosscm Reiz. Von der Behandlung- 
des Ornaments mag ein Fries von einem Ofen des Germanischen 
Museums in Nürnberg (F ig. 24) eine Anschauung geben. Die 
figürlichen Darstellungen umfassen Geschichte, Mythologie und 
mit besonderer Vorliebe Allegorisches. Gestalten des römischen 
 Zwei derselben abgeb. in den Aral 
Veregn am Polytechn. in Stuttgart. Ileft S; 
it. Studien. 
B1. 4. 
In 
ausg. 
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