Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Renaissance
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1310265
VORWORT. 
Die Darstellung der deutschen Renaissance, mit welcher ich 
Kuglerls Geschichte der Baukunst abschliesse, ist in noch viel höherem 
Sinne als die der französischen ein erster Versuch zu nennen. Während 
dort seit den Tagen Du Cerceau's ein reiches Material in trelflichen 
architektonischen Aufnahmen vorlag, welches der Autopsie als unter- 
stützende Grundlage dienen konnte, ist für die deutsche Renaissance so 
gut wie Nichts an Vorarbeiten vorhanden. Mit Ausnahme der von fran- 
zösischer Seite veröffentlichten Monographie Pfnor's über das Schloss 
zu Heidelberg (die indess auch noch weit entfernt von Vollständigkeit 
ist) fand ich kaum Etwas vor, um in meinem Studium darauf zu fussen. 
Das dankenswerthe, von der eifrigen E. A. Seemandschen Verlagshand- 
lung in Leipzig seit Kurzem unternommene Sammelwerk über deutsche 
Renaissance ist noch zu wenig vorgerückt, als dass es mir schon Anhalts- 
punkte hätte gewähren können. Die kleine Schrift Bäumefs über das 
Stuttgarter Lusthaus, die RGlSGSklZZGII der Stuttgarter Bauschule über 
Rothenburg, zu denen neuerdings die Hannoversche das ansprechende 
Heft über Hameln und Hämelschenburg gefügt hat, stehen auch erst 
vereinzelt da, lassen jedoch hoffen, dass sich die Beschäftigung mit den 
heimischen Werken der Renaissance bald auf weitere Kreise ausdehnen 
werde. Vielleicht kommt mein Buch gerade zu rechter Zeit, um für 
weitere Studien Fingerzeige zu gewähren.  
Dass eine solche Darstellung einmal unternommen werde, war 
schon lange eine kaum mehr abzuweisende Forderung. Schwcrlißh 
hätte ich mich aber der Lösung dieser Aufgabe, die eigentlich einem 
verbündeten Kreise von Forschern und Künstlern zu stellen gewesän 
wäre, von freien Stücken unterzogen, wenn nicht die Pflicht das Werk 
Kuglefs zum Abschluss zu bringen, mich gebieterisch dazu getrieben
        

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