Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1307052
K313- 
Die Formenbehandlung der 
Frührenaissance. 
63 
Backsteinfagade. 
Die 
Allein auch die Renaissance wird in diesen Gegenden und 
in diesem Stoffe mit einem freien Sinn auf höchst eigenthümliche 
Weise gehandhabt, so dass das Auge von dem, was sie hier 
nicht gibt, nichts vermisst. 
Dem grossen Reichthum 
entspricht ein feiner und  
an Compositionsgedanken 
heiterer Schönheitssinn im h: ' i       i  h mww 
Einzelnen. (Man muss sich      T;  
hier immer von Neuem  
sagen, dass ohne die gros- ;     
sen Florentiner auch die   Jij;   
Bolognesen und Lombar-        
den doch nicht aus ihrer T:  ii   ä iiiii "iii  
zwar reichen aber schon     iiiiä  ä     
zweifelhaft gewordenen  
Gothik herausgekommen   i  1'"   
wären.)  qm;-   
An den Palastfacaden    
War eine Einschränkung X   
der antiken Formen schon jiii-iiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii  
dadurch vorgeschrieben,   iiiiiii   ii i;"iieiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiigiii-iii 
   i,  iii i ii-Jgiiiii  qiäza-xvliitiii  iiiiin   aiiiiijiE__ 
dass die nothwvendig zarte iiiiiiiiii i: iißiiii-iii i  ieiiiiiillliiii jiiiiiiiiiiii371i 
aus kleinen Theilen be- ii i    iliiii   i  
stehende Gesimsbildung  ii   iii   iii i"  3 
sich nicht leicht mit Pila-  i   i. i f i mit 'ifiiiiiiiii   
steni vertyug, deren Grösse      li  ii i iiiiiiiiii  . 
sich doch hätte nach der  ä?     
Höhe der Stockwerke rich- i_  
ten müssen. Ueberhaupt S 
gliäiir  Fig. 14. Pal. Favwin Bologna, Fagacle. (NohL) 
Uebel gewesen.  
Bei den Palästen von Bologna gehören die Erdgeschosse 
zu den fortlaufenden Strassenhallen; für ihre backsteinernen 
Säulen mit den reichen fröhlichen Sandsteincapitalen irgend 
eine bestimmte dorische oder korinthische Proportion zu verlan- 
gen, wäre Thorheit; schon das Auge würde bei der Grösse der 
Intervalle durch eine zu schlanke Bildung beunruhigt (Fig. 14). 
(Man musste ohnehin solche Backsteinsäulen später oft zu Pfei- 
lern verstärken. Serlio 1 beschreibt das Verfahren. Wo die Mit- 
VII, 
156.
        

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