Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1306602
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Buch. 
Renaissance in Italien. 
Architektur. 
Architektu durch nAnweisungs nach. 1 Francesco Zeno machte 
selbst das nmodellom für den Palast seiner Familie. 2 Der Dichter 
Trissino, Verfasser der Italia liberata da' Goti3 baute seine 
Villa zuCricoli (ä. 119) selber. Seine Studienzeit in Mailand 
muss mit dem Aufenthalt Bramantds und Li0nardo's zusammen- 
gefallen seinß Er sowohl als Cornaro schrieben auch über die 
Architektur.  
Serli0's Werk (seit 1540): nveramente ha fatto piü mazza- 
cani architetti ehe non haveva egli peli in barbau, sagt Lomazzo. 5 
Auch die sich rasch drängenden Ausgaben des Vitruv (s. unten) 
weckten ohne Zweifel den Dilettantismus. Als ein Opfer des- 
selben erscheint jener ferraresische Krämer, welcher sich in Bücher 
von Bausachen vertiefte, zu pfuschen anüng- und sich als den 
nächsten, den ndrittens nach Bramante und Ant. Sangallo 
betrachtete; man nannte ihn daher Messer Terzoß  (Vergl. 
Miohelangelols Hohn gegen einen vornehmen römischen Dilet- 
tanten, Vasari XII, p. 280, v. di Michelangelo.) 
Von den Vitruvianern ist weiter unten die Rede, ebenso 
vom Kunstsinn des Herzogs Cosimo I. 
Ueber die Baugrillen Julius lIl. der bei Anlass seiner Villa 
täglich die Entschlüsse wechselte; vgl. Vasari I, p. 40 in seinem 
eigenen Leben, ausserdem in der vita di Taddeo Zucchero. 
Behörden. 
und 
B erathungen 
Unsere Kunde von der Sinnesweise der damaligen Architek- 
tur wird auch vermehrt durch Berathungen und Abstimmungen 
von Behörden sowohl als von Versammlungen der Fachleute, 
von welchen eine mehr oder weniger genaue Rechenschaft auf 
uns gekommen ist, Während im Norden ähnliche Aufzeichnungen 
fehlen. 
Der Congress der fremden Architekten wegen der Dom- 
kuppel in Florenz 1419 ist, so wie ihn Vasari III, p. 206 ff. 
schildert, nichts als ei-ne Allegorie vom Siege des Genius über 
die Besserwisser. In der vita anonima. di Brunellesco, ed. Moreni, 
p. 164, H. nimmt sich die Sache viel einfacher aus.  Ueber 
Berathungen ohne nähere Angaben der Behörden, vgl. Vasari VII., 
p. 130, v. di Bramante: nresoluzione, consiglio, deleberazioneu, 
bei Anlass der Cancelleria in Rom und zweier Kirchen.  (Ab- 
stimmungen der Fachleute über Bautragen nach der Kopfzahl, 
1 Anonimo äi Morelli.  2 Anonimo di M012, und Sansovino, Venezia, 
fol. 143.  9 Cultur der Renaissance, S. 323 und 306 Anm.  4 Roscoe, 
Leone X, ed Bossi, VII. p. 341.  5 Trattato delP arte, p. 407, vgl. p. 410. 
 6 Vgl. Benv. Cellini, Trattato secondo, Schlusskapitel. 
        

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