Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309745
332 
Buch. 
in Italien. 
Renaissance 
Decoration. 
Einhorn, dann allinalig lebensgrosse mythologische Figuren und 
Gruppen, Castelle. alles essbar oder mit Delicatessen angefüllt, 
Schiffe, Wagen mit Thieren, ja ein Berg aus welchem ein leben- 
diger Mensch herausstieg, um Verse zu recitiren.  Massiger 
ging es dann am Hofe von Ferrara 'bei den Festen zu Ehren 
derselben Prinzessin zu. 1 Die in allen möglichen Formen model- 
lirten Zuckersachen wurden dann dem Volk zum Raub überlassen. 
Beroaldus a. a. O. (ä. 1873 lässt eine schon etwas veredelte 
Stufe dieses Vergnügens erkennen: bei der von ihm geschilderten 
Hochzeit kam zwar am Hauptgastmahl noch manche Spielerei 
vor, z. B. die Thiere noch scheinbar lebendig, Rehe, die noch 
hüpften, Stachelschweine, die noch ihre Stacheln aufrichteten etc. 
Die eigentliche Kunst zeigte sich aber zwei Tage später bei einem 
Dejeuner im engern Kreise, und zwar mit den niedlichsten Fi- 
guren und Gruppen, wahrscheinlich aus Dragant, welche dann 
den einzelnen Gästen als Geschenk mitgegeben wurden. 
Als Schlussvignette dieses Abschnittes möge die Erwähnung 
einer gewiss geschmackvoll angeordneten Trophäe aus lauter 
Wildpret dienen, womit ein Abt von Farfa 1476 den nach Rom 
reisenden König Ferrante von Neapel empfing. 2 
1 Diario 
convlventla. 
ferrar. , 
bei 
Murat. 
XXIV, 
C01. 
249. 
J ovian. 
Pontan. 
de 

        

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