Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309508
308 
Buch. 
in Italien. 
Renaissance 
Decoration. 
mehr und mehr; die beginnende Gegenreformation drängt dem 
Gewölbe und dem Waiidzierrath eine Menge erzahlender Dar- 
stellungen auf, welche nicht so frei in Schönheit sich auflösen 
lassen, wie einst das Figürliche in den Loggien; die naturalistische 
Auffassung kommt hinzu, um diesen Scenen das schöne leichte 
Dasein im decorirten Raum und den Zusaminenklang mit demselben 
unmöglich zu machen. Dagegen wird erst jetzt der Stucco mit 
der vollen Pracht, Freiheit und Energie als einfassendes, elastisch 
spannendes und tragendes Element in den Gewölben gehandhabt. 
Auch die willkürlichste Ein- 
 fassungsform, der Cartoccio 
7?   (ä. 50) wird massenweise 
(7    Die gemalten Decken- 
m- - arabesken im ersten Gang 
 ' der Uf f i z ien zu Florenz 
 l i lt jliiätlilliläciiiiitäiI-Scilfi 
H" "lila.  N  13. 1  
l AMT], Bibliothek und in der Sala 
 it'll" ducale des Vaticans, 
FQLR    heiter und reich ' aber 
 93m3    l  
l]  i'm iüaßg  schon sehr unrein;  die- 
i],  a, Öeä  jenigen der Galeria geogra- 
Äl) )    iica ebenda, mit kirchen- 
"l  f,    geschichtlichen Scenen von 
   Ant. Tempesta überladen. 
   Poccettfs sonstige Ar- 
w-   , beiten, immer vom Besten 
    
der Innocenti zu Florenz, 
  dann aus Stucco und Ma- 
Fig. 158. m1. Pitti. Stanze. a1 Apollo. (NohL) lefei gßmißßllt! (138 G6- 
wölbe der S. Antonius- 
capelle in S. M arco und die kleine Hofhalle (links) imPal. 
Pitti.  Ebenfalls relativ trefflich: ein von den beiden Al- 
berti gemaltes Capellengeivölbe in S. M. sopra Minerva zu 
Rom,  und einiges in den Cupoletten des rechten Seiten- 
schiifes in S. M. presso S. Celso zu Mailand, von Cerano 
Crespi, Campi etc. 
Von den vorherrschend stucchirten Gewölben, unter welchen 
die bloss' einfarbigen, etwa mit Gold, den Vorzug haben, ist 
wahrscheinlich dasjenige von S. M. a' monti zu Rom (von Giac. 
della Porta?) das einflussreichste geworden, wie es denn wohl 
das schönste dieser späten Zeit sein mag. Nächst diesem, obwohl
        

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