Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1309021
260 
Buch. 
Renaissance in Italien. 
Decoration. 
An den frühesten Stuhlwerken der Renaissance, z. B. Mila- 
nesi II, 240, 286, um 1440, kommen noch gorgolle (d. h. gar- 
golle vgl. ä. 18, Speithiere) vor, ein Motiv, welches bekanntlich 
aus der gothischen Architektur auch in die Decoration überge- 
gangen war. Wahrscheinlich 
Ü, ß _OQ lkub 0 aber waren sie hier schon zu 
ä 0  n, I5 Meerwundern, Delphinen etc. 
h i, llll  K ß O deutet und nicht mehr 
1„  1,55; o Yli Q umge   
080g vorspringend gebildet. 
 . ä- 154. 
5'    lt?  "lwzäüiill; Hölzerne Pforten und Wand- 
    bekleidungen. 
i?  all? Die hölzernen Pforten des 
   Jihrhuäderts llabäbllil meist 
  F e"? aß es ahmftnwel und 
   reälchverzierte Spiegel, an ge- 
E  "äääi" Will-MA;  . ,   
 Zfeimfsen iäilinenmflit Äflfän 
 V l I;  mit geschnitzten Ornamenten. 
Fig. 147. Orgel in der Minerva zu  bleiben  Spiegel 
Rom (Kohl) öfter unverziert, oder erhal- 
ten Wappen, während dann 
gerade das Rahmenwerk eine prachtvolle Profilirung und ge- 
schnitztes Laubwerk u. dgl. gewinnt.  
Für Kirchenpforten des XV. Jahrhunderts die allgemeine 
Vorschrift bei Alberti, de re aedif. L. VII, c. 15: sie von Cy- 
pressen- oder Cedernholz mit vergoldeten Knöpfen, mehr solid 
als zierlich zu arbeiten und ihren Ornamenten ein mässiges Re- 
lief, nicht Intarsia zu geben. 
Gute Arbeiten des XV. Jahrhunderts: in S. Croce zu Flo- 
renz an der Sacristei und Cap. de" Pazzi, ani Dom von Lucca, 
an mehreren Palästen und Kirchen in Neapel, am Dom zu Parma 
u. s. w. sowie die in  152 erwähnte Thür im Pal. Veccliio zu 
Florenz.  Sodann die sehr schöne Verbindung des Geschnitzten 
(von Gio. Barile) mit den Intarsien (von Fra Giovanni) an den 
Zwischentliüren der Stanzen Rafaels im Vatican, 1514_1521, 
vgl. ä. 152.  Eine treffliche geschnitzte Thür mit dem Wappen 
Julius II. im Pal. Apostolico zu Bologna. 
Vielleicht das Höchste in dieser Gattung die geschnitzten 
Thüren der vaticanischen Loggien mit den Wappen Cleniens VII. 
und grossen Löwenköpfen in Rundfeldern in der Mitte.  Eine 
einfachere Thür von Werth in den Uffizien zu Florenz. Serlio 
1ni_ IV. Buch gibt nur die damals geltende Eintheilung der 
Spiegel, nicht den Schmuck des Einzelnen.
        

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