Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1308820
240 
Buch. 
Reixaissance in Italien. 
Decoration. 
Reliefs überzogene Wandarchitektur mit der sitzenden oder stehen- 
den Portraitstatue in der Mitte. 
Auch für" die Grabmäler werden nicht bloss Zeichnungen, 
sondern wie für die Bauten Modelle verlangt, meist aus Holz 
oder Wachs. Hierüber zahlreiche Aussagen: eine Concurrenz 
von Modellen, vVasari V, p. 149. Nota, v. di Verocchio;  
(Andere Erwähnungen: X. p. 246, v. di Tribolo; ib. p. 286 v. 
di Pierino; ib. 302, 318, 319 v. di Bandinelli.) 
Von profanen Denkmälern kommen Statuen von Fürsten, 
Reiterstatuen von Feldherrn auf öffentlichen Platzen vor. 
Für die Decoration sind schon erwähnt: Die Basis des Leo- 
pardo (ä. 136) und die des Bandinelli  137), letztere bestimmt 
für eine Statue des Giovanni, Vater des Herzogs Cosimo I. 
Charakteristisch für den Geist der Renaissance ist. dass die 
Bolognesen 1471 ihre neu berichtigte Grenze gegen das Ferra- 
resische hin nicht nach der Weise des Mittelalters mit einem 
Kreuz oder Capellchen bezeichneten, sondern mit einer Pyra- 
mide, die ihr Wappen trug. 1 L. B. Alberti führt unter seinen 
(durchaus nur vom Alterthum entlehnten) Gräberformen auch 
die Pyramide auf. 2 
Der 
ä. 143. 
isolirte 
Altar. 
Von den reichern Altarformen des Mittelalters hat die Re- 
naissance mehrmals die Aedicula auf Säulen schön wiedergegeben, 
doch in den erhaltenen Beispielen niemals mit vollem Aufwand 
der Mittel.  
Die Vorbilder. aus der frühern Zeit: in den ältern Basiliken; 
 aus der gothischen Zeit: in S. Paul und im Lateran zu Rom. 
Michelozzds Aedicula in der Annunziata zu Florenz, für 
das Gnadenbild neben der Thür, von unsicherm Reichthum;  
einfacher und schöner diejenige über dem vordern Altar in 
S. Miniato, die Bedeckung ein nach vorn geöffnetes Tonnenge- 
wölbe, innen mit glasirten Qassetten. 
Die otfenbarj sehr prächtigen Altäre dieser Art (1460 bis 
1500) in Alt S. Peter, Welche Panvinius  8) aufzählt, sind 
alle untergegangen. Ebenso die bei Albertini (de mirabilibus 
urbis R, L. III, fol. 86, s.) aufgezählten. Der ehemalige Haupt- 
altar von S. M. maggiore (1483) bei Letarouilly, III, Tab. 311. 
 Der Hochaltar im Dom von Spello, einfach und gut.  Die 
Aedicula von Erz, als Bedachung einer Bronzegruppe: Cap. Zeno 
in S. Marco zu Venedig. (Fig. 136.)  
1 Bursellis, 
VIII, c. 3. 
alin. 
Bonon. 
bei Murat. 
XXIII  
C01. 
899. 
re aediüc. 
De
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.