Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1308756
vSoulptur in 
Decoratiie 
Stein. 
233 
als um die Wohnung bemüht etcß Sannazaro (Epigrammata, de 
Vestustino) spottet eines Solchen, der das küinmerlichste Leben 
führt, aber für seine Grabkapelle spart, früh Morgens schon mit 
Architekten und Marmorarbeitern bei allen antiken Ruinen her- 
umzieht, sie erst Nachmittags todtmiide entlässt und "nun über 
ihre Gesimse, Friese, Säulen etc. schimpft und beständig ändert. 
vLass doch die Leute ruhig essen und wenn du durchaus mit 
deinem Begräbnisse". dich abgeben willst, so lass dich an den 
gemonischen Stufen begrabenß  
Ein Glückssoldat, Ramazzotto, der sich um 1526 durch 
Alfonso Lombardi sein Grabmal in S. Michelo in Bosco bei 
Bologna errichten liess, aber viel später 
anderswo arm und vergessen starb; Va- P 
sari IX, p. 10 und Nota, v. di 'A. Loin-    
bardi.  i?   tf 
Die wichtigsten GräbertYPen.  
Die Gräbertypen des XIII. und XIV-  
Jahrhunderts wurden grösstentheils aufge- _ 
geben" und die übrig bleibenden imv Sinn.   'i  
der Renaissance auf das Schönste umge-  
staltet.    1   
Sie hatten bei einer oft grossen Sch'ön-_  um   
heit der Ausführung meist bedeutende 
Uebelstande gehabt. Der auf Gonsolen "  "i 
an einer Wand angebrachte Sarkophag Fig'132'  
(das sepolcro in aria) hatte zwar den 
Vorzug, die Communication nicht zu hemmen, allein die 
darauf liegende Statue blieb entweder unsichtbar oder musste, 
schräg vorwärts gelehnt, einen sonderbaren Effect machen.  
Varietäten  die bolognesische, mit Statuetten neben und über der 
Portraitstatue, auch wohl an den Ecken- des mit Reliefs ge- 
schmückten Sarkophags selbst;  der paduanisch-veronesische 
mit einem ebenfalls aus der Wand vortretenden, auf Consolen 
ruhenden Spitzbogen, welcher über dem Sarkophag schwebt, mit 
Malereien. (Fig. 132.)   
In Neapel wurde der Typus des Heiligengrabes, nämlich der 
von Statuen getragene Sarkophag für Grosse und fürstliche Per- 
sonen üblich; über demselben eine Nische mit Baldachin und mit 
Vorhängen, welche von Engeln weggezogen werden. 
Ganz erlöschen auch diese Typen nicht; sogar der letztge- 
nannte kommt vor. (Die christliche Demuth hoher Geistlicher 
verlangte wenigstens, dass die Leiche in die Erde zu liegen 
komme, so dass der oben dargestellte Sarkophag ein blosser
        

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