Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1306493
Der monumentale Sinn 
Architektur. 
der italienischen 
und Mörtels sähen. Im Jahre 1329 wird ein Staatsbeitrag an 
die Carmeliter für eine Tafel des Lorenzetti bewilligt, welcher 
dabei urkundlich gerühmt wird. 
Der Staat beüehlt 1288 der Dombaubehörde, dem Sculptor 
Ramo di Paganello einen grossen und schönen Auftrag zu geben, 
woran er könne nsuum magisterium ostendere et industrium suum 
Opuss. Noch 1527 braucht die eifrige Bürgerpetition um Anstellung 
des von dem verwüsteten Rom hergeflüchteten Baldassar Peruzzi 
u. a. den Ausdruck: dass Ehre und Name der Stadt dadurch in 
anderen Städten zunehmen würden; ausserdem hofft man,- dass 
Siena durch ihn eine Kunstschule werde. Die Ufficiali delP ornato 
begutachten u. a. 1469 eine Expropriation zur Bildung eines 
Platzes mit der Erwägung: Platz und Stadt müssten davon solche 
Würde gewinnen, dass jeder Bürger täglich mehr davon erbaut 
sein werde. Einer Landstadt des sienesischen Gebietes, Grosseto, 
Wird 1540 für den Bau ihrer Kathedrale ein bestimmter Bau- 
meister und ein approbirter Plan desselben vorgeschrieben. Bür- 
gerbeschwerden werden erhoben gegen eine ungenügende Fresco-j 
Madonna an Porta nuova;  gegen das Feueranmachen in dem 
neu und herrlich gemalten grossen Saal im Pal. del Podesta, 
zum Theil aus betonter Rücksicht auf die Fremden. (1316) Die 
verzögerte Vollendung der Fonte gaja heisst 1419 amtlicheine 
Schande der Stadtß 
Um Beitrage zum Ausbau des Oratoriums der Ortsheiligen 
Katharina wird 1469 der Staat angegangen im Hinblick auf die 
Ehre der Stadt, auf die Meinung der andachtigen Fremden, auf 
die Verdienste der Patronin, auf den Ruhm Siena's durch sie, 
auf die gegenwärtige Friedenszeit, endlich nweil wir eine der 
wenigen Städte der Welt sind, welche noch die Himmelsgabe der 
süssen Freiheit geniessenxl Ein wahrer Inbegriff des sienesischen 
Pathos ist die schöne Beschreibung der Ceremonie, mit welcher 
Ducciols Altarwerk 1310 in den Dom geführt wurde. 2 
ä. 4. 
Baugesinnung anderer Städte. 
Auch in halbfreien und fürstlichen Städten, sobald sie eigene 
städtische Bau-Entschlüsse fassen können, äussert sich ein ähn- 
liches Gefühl in klaren Worten. Venedig schweigt beinahe völlig  
WO es spricht, tönen seine Worte am stolzesten. 
Orvieto nennt 1420 seinen Dom eine herrliche Kirche ohne 
Gleichen in der Welt; 1380 hat es die Ambition die grösste 
Orgel der Welt bauen zu lassen? In Perugia ist es 1426 der 
2 Milanesi I, p. 169. 
docum. 50 u. 63. 
1 Gaye, carteggio I, p. 94.  
del duomo di Orvieto, p. 118 und 
storia. 
3 Della Valle,
        

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