Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1308399
Kß-P  
XIV. 
Die Villen. 
197 
Häuserbaukunst (i. 92), absichtlich unregelmässig, mit Säulen- 
hof, Nebenhof, Gartenhalle und Thurm. 
Diese unregelmässige Anlage, und damit grossen malerischen 
Reiz haben denn auch die kleinen Vignen und Bauernhäuser 
bei Florenz. (Fig. 119-121.) Eine nach Süden schauende 
Loggia, die zum Trocknen der Früchte bestimmt ist, ein als 
'l'aubenhaus dienender Thurm, von welchem man zugleich die 
Arbeiten auf dem Felde übersehen kann, in Verbindung mit 
wenigen bescheidenen Wohnräumen sind die Elemente dieser oft 
durch die Anmuth der Lage und die naive Benutzung des Ter- 
rains anziehenden Gebäude. 1 
"Villa Lante in Rom, auf einem Vorsprung des Janiculus, 
von Giulio Romano (vor 1524), gegenwärtig unzugänglich und 
durch Abbildungen nur ungenügend bekannt. 2 
Palazzo del Te in Mantua, begonnen von demselben 
vor 1527, für Herzog Federigo Gonzaga, welcher zuerst nur ein 
Absteigequartier in der Nähe seiner berühmten Stuterei verlangte; 
nur ein Erdgeschoss mit Mezzanin, mit dorischer- Ordnung und 
starker Anwendung von Rustiea, wodurch ohne Zweifel der Zu- 
sammenhang mit dem landwirthschaftliehen Institut charakterisirt 
werden sollte; übrigens in Ermangelung der Steine Alles Back- 
steinbau mit Bewurf. In der Folge liess sich der Herzog be- 
wegen, das Gebäude vierseitig un1 einen Hof herumführen zu 
lassen, hinten gegen den Garten eine offene Loggia auf gekup- 
des. 
' Wir verdanken die beigegebenen Abbildungen der Güte unseres Freun- 
des Herrn Julius Stadler von Zürich.  ' Vasan X, p. 97, v. di Giulio.
        

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