Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1306456
ARCHITEKTUR. 
Kapitel. 
Der 
monumentale 
Sinn 
der 
italienischen 
Architektur. 
Der 
und 
Ruhmsinn 
die 
der 
Stiftungen 
Frömmigkeit. 
Die italienische Baukunst wird seit dem Erwachen der höheren 
Cultur wesentlich bedingt durch den hier viel früher als anderswo 
entwickelten individuellen Geist der Bauherrn wie der Künstler. 
Im Zusammenhang mit demselben erstarkt der moderne Ruhm- 
sinn, welcher nicht nur mit seinesgleichen wetteifern, sondern 
sich unterscheiden will und von einer früh beginnenden Reihe 
von Aufzeichnungen begleitet ist, welche im Norden fehlen. 
Der Norden hat beinahe nur einzelne Rechnungen und Indul- 
genzbriefe, während in Italien Inschriften, Chronikangaben und 
Urkunden, reich an tendenziösen Ausdrücken, sowohl die That- 
sachen als die Gesinnungen überliefern. 
Diese monumentale Bauges-innung, bald mehr auf das Nöthige, 
bald mehr auf das Schöne oder Zierliche gerichtet, bleibt eine 
der ersten bewussten Lebensregungen der ganzen Zeit vom XI. 
bis ins XVI. Jahrhundert und begleitet den Versuch der Wieder- 
erweckung der antiken Baukunst im XIL, die Aufnahme des 
Gothischen seit dem XIII. und die Renaissance seit dem XV. Jahr- 
hundert fast gleichmässig als höchste Triebkraft. 
Beim Kirchenbau natürlich nicht genau auszuscheiden vom 
Bedürfniss der Frömmigkeit. Der sichtbare Ausdruck der letz- 
teren, Ablass. Collecten und Almosen, ist auch für Kathedralen 
nicht entbehrlich und für Bauten von_Ordensk1rchen die wichtigs 
Geldquelle. Doch hatte der Ablass in Italien politische Grenze 
wenn die nordischen Kathedralen während ihres Baues jede au
        

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