Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1308230
Kap 
XII. 
Spikäler, 
Festungsbauten 
und 
Brücken. 
181 
gesimsel Zu den Seiten des Thores vertretende Flügel mit 
Nischen; alle Ecken mit korinthischen Pilastern.  Ausser aller 
Linie steht der prächtige marmorne Triumphbogen des Alfons, 
ein weisser Hochbau zwischen zwei (lunkeln Thürinen des Castello 
nuovo zu Neapel (Fig. 114), wahrscheinlich von einem Mai- 
länder Pietro di Martino, das einzige Gebäude der Renaissance, 
Welches die antiken Ordnungen im vollen Reichthum ihrer For- 
men prangen lässt. 
Im XVI. Jahrhundert wird dem Thor eine strengere, selbst 
düstere Haltung gegeben und die dorisehe und toskanische Ord- 
nung in ihrer oben (ä. 52) angedeuteten Verbindung mit der 
Rustica angewandt. Sanmicheli (1484-1559) vollendet die con- 
ventionelle Formensprache des Festungsbaues. Der Thorthurm 
des Mittelalters verschwindet gänzlich.  
Die Thore von Padua (1517 angef.) bilden den Uebergang 
von der zierlichen in die strengere Art; von Falconetto sind 
Porta Savonarola und Porta S. Giovanni (1528 nach dem Motiv 
eines einthorigen Triumphbogens, aussen mit Halbsäulen, innen 
mit roh gelassenen Pilastern.   
Sanmicheli, als liestungsbaumeister der Republik Venedig, 
errichtet dort das Fort S. Andrea di Lido mit der schönen 
1 Märiotti, lettere pittoriche perugine, p. 98. 
rugia, archiv. stor. XVI, I, p. 605 und Hatarazzo, 
Graziani, cronaca di Pe- 
ib. XVI. II, p. 8. Nota.
        

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