Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1308204
178 
I. Buch. 
in Italien. 
Renaissance 
Architektur. 
westen gelegene Prachtfagacle (Abb. zu ä. 136). Innen nur die 
Nebenhöfe alt. 
Einzelne Gasthöfe und Wir-thshäuser waren schön genug, 
um begeisterte Erwähnung zu veranlassen. Der Gasthof zum 
oOchsen in Padua (um 1450) mit Hof, Sälen, zahllosen Kammern 
und Ställen für 200 Pferde, vollkommen   
Die schönste und grösste Osteria vor Porta S. Gallo zu Florenz, 
für die Feiertage der Gewerbsleute, zerstört 1529. 2 
Ein eigener Kreis von Malereien entwickelte sich in und an 
solchen Gebäuden, theils lustiger und leichtfertiger Art, theils 
 Wappen von Fürstenß  
Gebäude zu Zwecken des öffentlichen Vergnügens hatten 
nach aussen wahrscheinlich noch keine ausgeprägte Kunstform, 
oder es waren blosse Bauten des Augenblickes. oder sie sind, 
wenn-sie schön waren, sonst untergegangen. (Ueber das ganze 
Bau- und Decorationswesen des Theaters der Renaissance siehe 
unten ä. 192-194.)  Herzog Galeazzo Maria Sforza von Mai- 
land (1466_1476) liess für das Ballspiel mveite, grosse Säle 
bauen und ebenso für die Musikmrt Falconetto (vgl. ä. 26) 
baute in Padua eine Rotunde für Musikaufführungen, nklein 
aber hübsche Eine Naphahmung dieses nicht mehr vorhande- 
nen Gebaudes glaubt Milizia (DIGIIIOTIB degli archit. I, p. 269) 
zu erkennen in Palladiots Rotonda (eigentlich Villa Capra"). In 
dem Hause des musikliebenden Luigi Cornaro zu Padua (jetzt 
Pal. Giustiniani), welcher den Falconetto viele Jahre hindurch 
bei sich hatte, enthält der zierliche Anbau im Hofe rechts ein 
Achteck mit Nischen, welches ebenfalls zu solchem Zwecke ge- 
dient haben soll. Willkürlich verändert bei Serlio L. VII, 
p. 218, 223. Vgl.  119. 
108. 
Der 
Festungsbau. 
In einer Zeit, da selbst der Krieg oft eine Sache der Kunst 
und der Eleganz wurde, musste auch der Festungsbau, so viel 
als möglich war, in den Kreis des Schönen gezogen werden. 
Dazu kam, dass einzelne Fürsten und ganze Dynastien, auf 
langes Wohnen in festen Schlössern angewiesen, für dieselben 
Bequemlichkeit und Schönheit verlangten. Die Zinnen des Mittel- 
alters fallen weg; derbe Gesinise, bisweilen mit Consolen, Rustica 
an den Flachen oder wenigstens an den Kanten werden die 
durchgehende Ausdrucksweise sowohl für die Mauern der Bastio- 
1 Savonarola, bei Biurat. XXIV, C01. 1175. 
p. 86.  5 Lomazzo, trattato dell" arte, p. 349. 
fol. 426. 
2 Varchi, ed Milan. III, 
4 Corio, storia di Milano,
        

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