Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1307996
Kap- 
Composition 
Die 
des Palastbaues. 
157 
Vidoni und- am Hause des Branconio d'Aquila (Rafael), am Pal. 
Macoarani und Ciccialaorci (Giulio Romano), am Pal. Niccolini 
(Jacopo Sansovino); meist Prälatenbauten.  Die bedeutenden 
Palastbauten der Päpste wirkten natürlich in manchen Punkten 
auch auf den Styl der Privatpaläste ein. 
Die 
römischen 
Fagadentypep. 
Rom besitzt zunächst die edelsten Rusticafagaden mit Pilastern 
an Palästen Bramantes (Ueber-Pal. Girand und die Cancelle- 
ria  40, 56, 95; die vorbramantesken Facaden  41.)  Den 
geraden Gegensatz" hiezn bilden eine Anzahl Fa- 
gaden mit consequenter Scheidung von Stein und armen- 
Mauerwerk, an Welchen Sockel, Fenster, Thüren,  
Simse und Ecken sammtlich aus Stein in kräf- fwr" 
tigster plastischer Bildung (ä. 54) aus einer '  
Mörtelflache vertreten, die Ordnungen von Pi- E   
lastern und Halbsäulen aber wegbleiben. äigäiäiäf 
Wenn man von einem römischen Palasttypus   
sprechen will, soüist es am ehesten Fieser. Das T  
rösste und ein ussreichste Beis ie Pa. Far- e  
IgIGSG (Fig. 95), vom jiingern Antp Sangallo, be-  
gonnen vor 1534. Früher: Pal. di Venezia  
(Abb. auf S. 55) und Pal. Sora, mit Unrecht z; i 
letzterer dem Braniante zugeschrieben. Als man   
den Fenstern kräftige Einfassungen und selbst 5,37; 
vertretende Säulen gab (ä. 51), konnte das Auge    
die Pilasterorrlnungen sehr wohl entbehren. yig_g5_ 1m Fameso 
Rafael dagegen, welcher die stärkste und i" M" (Hohl) 
vielartigste plastische Ausdrucksweise vertritt, 
fügt gern Halbsäulenordnungen, sogar verdoppelte, und Nischen 
hinzu; Flächen werden als quadratische Mauerfelder eingerahmt. 
Ohne solche Zuthaten, aber majestätisch kräftig: Pal. Pandolfini 
in Florenz. Mit gedoppelten Halbsaulen im Obergeschoss über 
einem Rusticaerdgeschoss: Pal. Vidoni-Caffarelli in Rom und 
Pal. Uguccioni in Florenz (Fig. 96).  Ein Inbegriff aller For- 
men, die er nach den Gesetzen des Schönen in Eine Fagade 
zusammenzudrängen sich getraute, ist das im Jahre 1667 zer- 
störte, durch einen Kupferstich (sehr klein bei dlägincourt. 
T. 57) bekannte Haus des Branconio d'Aquila, eines laäpst- 
,lichen Camerlengo, sonst fälschlich als Rafaels eigenes Haus 
,bezeichnet.1 Unten in fünf grossen Bogen mit dorischen Halb- 
Säulen die Buden nebst den Fenstern eines kleinen Halbstock- 
Vasari 
Nota, 
Raffaello.
        

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