Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1307738
KßP  
der Kirchen. 
Die Composition 
131 
Achtecke: Die Saeristei Uronacals  64),  und die des 
Bramante bei S. Satiro zu Mailand (Fig. 7 S), 1 auf engem, rings 
eingeschlossenem Raume, mit Nischen unten, einem herrlichen 
Fries in der Mitte, einem zierlichen obern Umgang und dem 
schönsten Oberlicht. nE perche veniva ad essere oscura, eome 
quella che era triplicata, escogitö luminarla dlaltoß Anonimo 
di Morelli (i. 136,). 
Im XVI. Jahrhundert wird das griechische Kreuz oder wenig- 
stens ein System von vier Bogen mit Hochkuppel die beliebteste 
Form für Prachtcapellen. 
Rafael gab ihr die höchste  
Vollendung in der Cap.  
Chigi an S. M- del Popolo  
zu Rom (Fi  79). Auch  
der Barockstyä oifenbart an ilü-Illjllälfillx-iliyHdliiiiiyild 
solchen Bauten seinen besten  
Schönheitssinn: Capellen Six-  e; 
tus V. und Pauls V. an S. M. lfÄ;if:3y"fi , "e- " e  
niaggiore, Cap. Corsini am Qiilinjili," . .313? 
Lateran.  Lug  u  7' 
Michelangelds Sagrestia   g s  i",  
nuova (oder mediceische Ca- 5:11 (fit-t  1111  
"1 _  g?  1' xikfj)?  h ,  i 
pelle) an S. Loi enzo in Flo- w; ängxszif,  i 
reuz schliesst sich dagegen  F,  Stil 
in der Anlage wieder an das  giilsglä IÜÄ,    
Motiv Brunellescols und Mi-   i_   fi 9  il l 
ohelozzds an, erreicht aber        
in den eubischen Verhältnis- h;  -,1  i-zigyh  
sen und in der allgemeinen   6;! .2   
Wirkung (trotz schwerer im, cif 
Willkür des Details) die aller-   Qix   
grösste Schönheit. Architek- "giiiluwmwvli" 
tur und Sculptur sind so zu- l         
sammengedacht, als hatte 
der Meister aus einem und Fig. 79. Gap. Ghigi in S. M. de] Popolo. (NohL) 
demselben Thon Sarcophage. 
Statuen, Pilaster, Simse, Nischen. Thüren und Fenster vor- 
modellirt. Höchste Einheit von Raum. Licht und Formen. 
(Doch sind eine ganze Anzahl von Nischen, für Statuen be- 
stimmt, leer geblieben 2 und die Madonna und die beiden Hei- 
ligen waren ursprünglich für eine andere Stelle bestimmt.) 
Ausserdem kommen auch einige Rundcapellen aus dem An- 
fang des XVI. Jahrhunderts vor: Cap. S. Giovanni im Dom von 
1 Wir verdanken diese Abbildung unsrem Frepnde, dem Herrn G. Lasiu s, 
der eine Publication des schönen Werkes vorbereltet.  2 Vasari XII, p. 214, 
Nota, v. di  Angelo.
        

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