Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1307680
126 
Buch. 
Renaissance in Italien. 
Architektur. 
mehreren über einander zu bekleiden, bewies aber grosse Rath- 
losigkeit, zumal in Betreff des obern Abschlusses. 
Hier erscheint das nordisch Gothische, dessen Thurm lauter 
organisches Leben und das Vorbild der ganzen Formenwelt ist, 
in unvergleichlichem Vortheil. Die antiken Ordnungen, schön 
 
  
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Fig. 73. S. Giustina. zu Padua.  
abgestuft und mit wirksamer Abwechslung von Pilastern, Halb- 
säulen und Freisäulen können zwar einen relativ schönen Thurm 
hervorbringen helfen, 1 obwohl man immer fühlen wirdldass 
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Fig. 
Rom. 
S. Lorenzo in Damaso. 
der Thurmbau nicht auf diese Weise entstanden ist. Aber auch 
dieses mässige Ziel wurde kaum erreicht. 
Albertfs 'l'hurmtheorie, 2 ein neutrales Product seiner Phan- 
tasie; viereckige Thürme sollen sechs, runde vier Diameter Höhe 
haben, oder jene mindestens vier, diese drei; der schönste Thurm 
aber (nturris decentissimau) ist aus beiden Formen so zu mi- 
1 Vgl. aus romanischer Zeit den herrlichen Thurm am Dom zu Spalato 
in Dalmatien. Jahrb. der k. k. Centr. Comm. zu Wien. Bd. V.  2 De re 
aedificatoria, L. VIII, c. 5.
        

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