Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1307490
Kap 
der Kirchen. 
Die Composition 
107 
Rom hat der ernste Travertin immer Würde; Baccio Pintelli: 
S. M. del popolo, S. Agostino (berüchtigt durch Hässlichkeit 
der Voluten, die auch Pintellils geringsten Baut die Kathedrale 
von "Turin, verunzieren.) In Venedig geben ncrustation und 
verzierte Friese und Pilaster immer eine nfestiva et hilaris 
faciesu; vgl. Sabellieus, de situ ven. urbis, fol. 84, 87; selbst 
vom Lazareth heisst es fol. 92: nusus tristis, sed frons loci 
laetissima. K  
In den Backsteingegenden (ä. 44, f.) herrscht bald mehr 
originelle Umdeutung der classischen Formen (S. Pietro in Mo- 
dena, Madonna di Galliera in Bologna Fig. 55), bald liebe- 
volle und solide Uebertragung derselben. (Fagade von S. Satiro 
in Mailand ä. 46.)    
An kleinen Fagaden ist     
das günstigste ttottv das    
einer Prachtpforte: das  
noch halbgothisclie Ora-  ttllliltt 
torium zu V ico varo; 1 giglliiläiß  
die originelle Misericor-   
dia zu Arezzo; die     
Confraternita d1 S.B_er-  _    
115111111110 zu Perugla,  r.  tttfixüfltt 
145a oder 1461 von [ließt   
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gaden desIFrancesco di  lIe-Ji ihliillml-eJi-jllißiiiilit 
Giorgiß Zu Sielw- 5-  
Caterina, S. M. delle   
tnevi.   Faf  Fig. 5d. S. M. Novellatzu Florenz. 
eade des Doms zu    
Pienza, bedingt durch die Anordnung "von drei gleich hohen 
Schiffen 3 (vgl. ä. 77).    
 Grössere Fagaden haben immer etwas Mageres und Schwäch- 
liches, z. B. an den Kirchen aus jener Zeit in Neapel, Ferrara 
und selbst an S. M. delll Anima zu Rom (1500 angeblich von 
Giul. Sangallo), obgleich hier die Backsteinilächen, die steinernen 
Pilaster und andere Gliederungen und die Pforte fein zusammen- 
estimmt sind.  
g Von_ dem Concurs (1491) für eine neue Domfagade in Flo- 
renz (ä. 59) ist nur das Protocoll erhalten. 4 Florenz hielt es 
mit diesem Bauwie mit seinen Verfassungen; im XIV. Jahrhun- 
dert hatte Arnolfds Entwurf wegenzu grosser Einfachheit der 
1 Vasaxji III, p. 241 und Nota, v. di Brunellesco.  2 Vgl. Fig. 
72.  3 Eine Abbildung in Lübke's Gesch. d. Archit. 3. AufL, 
4 Vasari VII, p. 238 ss, im Commentar zur v. di Giul. Sangallo. 
21 auf 
S. 657.
        

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