Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305898
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1307265
84 
Buch. 
Italien. 
Renaissance 
Architektur. 
Zeichnungen erwähnt.- Für den iiorentinischen Domkuppelbau 
dagegen (1298) war nur durch ein Modell die nöthige Ueberzeu- 
gung und Begeisterung hervorzubringen. Ueber Arnolfds Modell 
und die davon vorhandenen Reste Vasari I, p. 256 u. 257 Nota, 
v. di Arnolfo; Ivita anonima di Brunellesco, ed. Moreni, p. 167. 
Vgl.  19.  Nach diesem Modell wohl die Abbildungin dem 
Fresco der rechten Wand in der Cap. degli Spagnuoli, bei S. M. 
novella 1322. 
Ausser aller Linie steht, was in Bologna um 1390 für S." 
Petronio geschah, weil man sich der Ausführbarkeit und des 
EHectes vorher versichern wollte; im Palast des Giacomo Pepoli 
wurde ein Modell in 1112 der wirklichen Grösse, also 53' lang 
aus Stein und Gyps errichtet und dieses 1406 wieder abgebro- 
chen, nachdem ein anderes von '10' aus Holz und Papier verfer- 
tigt worden war; erst auf letzteres, welches ebenfalls zu Grunde 
ging, folgte 1514 das jetztnoch im Bauarchiv (ä. 23) vorhan- 
dene, von Arduino Ariguzzi. Vgl. (Bianconi) Guida per la cittä. 
di Bologna 1845, p. 91, 104. 
Ganz spät, zu Anfang des XVI. Jahrhunderts, gibt es auch 
im Norden hie und da Modelle, wie z. B. im Stadthaps zu Lö- 
wen dasjenige für den Thurmbau von S. Pierre. ' 
ä. 59. 
der Frührenaiäsance. 
Die Modelle 
Im XV. Jahrhundert gleich mit Brunellesco wirddas Modell 
zur allgemeinen Regel, weil der neue Styl seine ungewohnte Er- 
scheinung rechtfertigen muss und kraft seiner innern Gesetze 
sich zu einer Darstellung dieser Art vorzugsweise eignet. Es 
kam hiezu, dass viele Architekten (g. 14) als Holzdecoratoren 
begonnen hatten und leicht Modelle arbeiteten. Für Festungs- 
bauten wurden wohl von jeher Modelle verlangt.  Brunellesco 
modellirt beständig im Grossen wie im Kleinen und schneidet 
seinen Steinmetzen die Muster für die schwierig zu messenden 
Quader der Domkuppel nöthigenfalls aus Stäben zurecht. Für 
die ganze Domkuppel machte er mehrere Modelle. von dem klei- 
nen, das er unter dem Mantel tragen konnte, bis zu dem grös- 
sten in Backstein. Reste von verschiedenen sind noch erhalten. 1 
Bei S. Lorenzo genügten seine Aufsicht und seine Zeichnungen; 
dagegen machte er Modelle für die Oap. cle' Pazzi, für S. Spirito 
(welches 24 Jahre nach seinem Tode ohne das mahnende Modell 
vielleicht kaum wäre begonnen worden), für das Polygon bei 
den Angeli, für den Palast des Cosimo Medici (welches er selbst 
1 Vasari 111, 1,. ss, 
nellesco; Vita anonima, 
v. di Nanni; p. 208, 
ed. Moreni, p. 174. 
2147 
218 
219- 
Kt 
di Bru-
        

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