Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301927
26 
Buch. 
Erstes 
Architectur. 
italienischen Malerei und Sctllptur als 
und bequem zu Worte kommen sollte. 
weil 
deren 
Sachinhalt 
deutlich 
Vgl. die Sculpturen und Mosaiken der Fassaden. Dass das Innere 
auch jetzt wieder der historischen und sinnbildlichen Wandmalerei ge- 
hören solle, entschied sich vielleicht Wesentlich bei Anlass von S. Fran- 
cesco zu Assisi (seit 1228); auch der neue Dom von Florenz war ohne 
Zweifel auf Fresken von Anfang an berechnet. Auf mühsam erzählende 
Glasgemälde wollte man sich durchaus nicht verlassen. Die Zugabe von 
Gapellenreihen neben dem Langhaus, mit dem strengen nordisch gothi- 
sehen System unverträglich, wird hier zu einer Wahren baulichen Schön- 
heit (z. B. an S. Petronio in Bologna) und zugleich zu einer Heimaths- 
stätte für Sculptur und Malerei. 
Auch an kleinern decorativen Bauten, Grabmälern, Altären, Kanzeln, 
darf in Italien das Architectonische sich nicht so einseitig geltend machen 
und das Bildliche auf einen Noththeil beschränken wie im Norden. 
italienischl 
Der 
g. 21.  
gothische Profanhau. 
Dem gothischen Profanbau in Italien fehlt 
tastische Formenspiel einiger nordischen Bauten. 
das 
liebliche 
Phan- 
Den Dachzierrathen, Erkern, Wendeltreppen etc. deutscher und nieder- 
ländischer Rathhäuser und französischer Schlösser wird man kaum hie 
und da. etwas entgegenzustellen haben, wie etwa die Porta della Carta. 
am Dogenpalast von Venedig (1439 von Mastro Bartolommeo), WO der 
im Verduften begriffene Styl seine volle Freiheit und Weltliche Munterkeit 
offenbart.  
Dafür ist er auch frei von der partiellen Einschleppung kirch- 
licher Formen und steht im vollen Gegensatz zum Norden durch die 
rationelle Anlage. Am italienischen Palast entwickeln sich am frühe- 
sten aus und mit der Regelmässigkeit die Schönheit und Bequemlich- 
keit. Vgl. ä. 88. 
Das XIII. und XIV. Jahrh. bereits eine Zeit der herrlichsten Stadt- 
paläste (Piacenza 1281) mitten in den Parteifehden, und zugleich sehr 
ansehnlicher fürstlicher und Privatpaläste. Schlösser Friedrichs II. in 
Unteritalien; Palast in Orvieto. 
"Arnolfo empfand es schmerzlich, dass er den Signorenpalast in Flo- 
renz nicht so symmetrisch anlegen konnte wie das von seinem Vater 
(richtiger: Co11egen)Lap0 erbaute Schloss der Grafen von Poppi; Vasari I, 
p. 254, v. di Arnolfo.
        

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