Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305398
VIII. 
Kapitel. 
Goldschrniedearbeit 
und 
Gefässe. 
373 
Cathedrale von Pistoja (Vasari II, p. 11, 12 und Nota, v. di Agostino e 
Agnolo) noch hie und da etwas gearbeitet. (Vasari V, p. 92, v. di Polla- 
juolo).  Die Krönung Mariä mit Engeln, 150 Pfund an Silber, Welche 
Julius ll. nach S. M. del Popolo stiftete 
(Albertini, de mirabilibus urbis Romae, t 
L. III, fol. 86), mag eher eine Freigruppe 1' 
gewesen sein.  Die Herrlichkeit der Mar-  
moraltäre (ä. 144) liess die silbernen völlig  
vergessen. Ein Bronzealtar ä. 147.  Die 
Florentiner sollen 1498 aus Geldnoth die (   im "i? 
pala ihres Domes und alle Silbersachen . j 
der Annunziata eingeschmolzen haben;  i?  e 
Malipiero, archiv. stor. VII, I, p. 526. l   
Auch von Monstranzen ist kaum die  i l i 
Rede, etwas häufiger von silbernen Leuch- ' 
tern und Reliquicnbehältern.    
Ob auch nur eine einzige bedeutende  [Wim L. 
Monstranz der Frührenaissance, ja der l  l)  
italienischen Renaissance überhaupt vor- ' "F 
handen ist? das decorative Vermögen der   l ' 
Zeit müsste sich daran auf entscheidende    
Weise zeigen. Ein Contract für eine Mon- s 21g l_ 
stranz 1449, Milanesi Il, P. 259.   gäb. 
Von den Hängelampen der Annunziata aß  rwil 
in Florenz (Vasari V, p. 66, v. di Ghir-  egalit-  
landajo) und von den gewiss ausserordent- ',j Mllliig, 
lieh schönen, drei Ellen hohen Leuchtern ,  "lbilliiil 
des Ant. Pollajuolo (ib. p. es, v. di Polla- "wett-t" 
juolo) ist nichts mehr erhalten. Dagegen   "b 
in S. Marco zu Venedig eine elegant ge- m F '  
schmückte Hängelampe (Fig. 217).  Ein {EÄD 
Contract für einen silbernen Prachtcande-  
laber in Siena 144.0 bei Milanesi n, 19a. 1 
 Zwei Leucilter von Jaspis, zu dem Oben Fig. 217. Ampel aus S. Marco in 
erwähnten silbernen Christus gehörend, Venedig. (NohL) 
mit dem Wappen des Dogen Marcello 1474. 
An den sog. Paci des Tommaso Finiguerra sind besonders die Niello- 
Zeichnungen bedeutend, doch auch die Einfassung zierlich; Vasari V, p. 92 
und Nota, v. di Pollajuolo. 
 Silberne und selbst goldene Votivgegenstände werden mit der Zeit 
unvermeidlich und zwar von den Kirchenbehörden selbst eingeschmolzen.
        

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