Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1305087
342 
Buch. 
Zweites 
Decoration. 
Urmythen von Rom (an Fassaden aus Polidords Zeit), von Cortona etc.; 
 Geschichten Alexanders d. Gr., Cäsars etc.;  als Verkürzungsprobe: 
der Sprung des M. Curtius (auch bei Holbein). 
Von Zeitereignissen: Garls V. Einnahme von Goletta. 
Das Genre ist theils 
listische Scenen vertreten, 
gesellen. 
durch antike, theils 
Welche sich harmlos 
durch 
auch 
völlig natura- 
zum Heiligen 
andere 
Antike Ringkänlpfe und z 
von Opfern. 
Eine Bauernhochzeit, ein 
u. dgl. m. 
Spiele 
und 
besonders 
Darstellungen 
Tanz 
VOH 
Buckligen , 
eine 
Wasserfahrt, 
Thiere und leblose Gegenstände werden bisweilen mit der grössten 
Meisterschaft an Fassaden dargestellt. Medaillonsköpfe in Steinfarbe 
kommen reihenweise vor. 
Friese mit Thierkämpfen;  Trophäen und Vasen als Beutestücke 
gedacht (sehr schön bei Poiidoro);  Festons jeder Art, Masken u. s. W. 
Medaiilons mit den Köpfen der zwölf ersten Kaiser;  mit Köpfen 
von Cardinäien etc. 
Die 
Fresken 
Gartenmauern 
128. 
167. 
Ausgang 
der 
Fassadenmalerei. 
Die Fassadenmalerei fiel schon geraume Zeit vor der Mitte des 
XVI. Jahrhunderts einem schnellen und gewissenlosen Betrieb anheim, 
doch gibt die Verwerthung der Motive der guten Zeit auch spätem 
Leistungen einen bedeutenden Werth, WO die Urbilder nicht mehr 
vorhanden sind. 
Armenini l. c. p. 205: nach dem Tode Polidords und Maturinds 
habe sich der Verfall zunächst im Wiederaufkommen der (in Oberitalien 
nie aufgegebenen) Vollfarbigkeit geoffenbart. 
Aus der Zeit seit 1530 weit das Meiste dieser Art in Genua (älter 
ist etwa eine vortreffliche kleine Fassade auf Piazza dell' Agnello); 
durchschnittlich von geringer Bedeutung, zumal im decorativen Theil;  
in Florenz einiges Gute aus ganz später Zeit;  in Verona, WO sich die 
Einfarbigkeit jetzt erst recht durchsetzt, manches Treffliche venezianischer 
Schule.  Lombardische Landhäuser aus dieser Zeit, bisweilen völlig 
bemalt, z. B. eine Villa zu Bissuccio, unweit Varese.
        

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