Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304974
Kapitel. 
Fassadenmalerei. 
331 
occhi altrui le facciate delle case et de' palagi dipintc per mano di buon 
maestro che con la incrostatura di bianchi marmi, di porfldi et di serpen- 
tini fregiati d'oro (ä. 42). Lodov. Dolce, Dialogo della pittura, p. 146, 
ed. fiorent. 
Von dem prachtvollen Anblick, welchen solche Fassaden, oft gassen- 
weise, gewähren mussten, gibt jetzt keine Stadt mehr auch nur einen 
entfernten Begriff. Von dem wenigen Erhaltenen ist das Wichtigste ver- 
zeichnet, Cicerone S. 292 ff. 
Im XVI. Jahrh. galten als besonders reich an farbigen Fassaden: 
Venedig, Genua, Pesaro und Mantua; Armenini, de" veri precetti etc., 
p. 205. 
163. 
Besteller. 
Es kamen Beispiele vor, da entweder auf Anregung von Fürsten 
oder auf freiwillige Abrede hin ganze Gebäudereihen oder Gassen 
einen fortlaufenden gemalten Schmuck erhielten. 
Eine gleichartig fortlaufende, wenigstens decorative Malerei ist vor- 
EIUSZUSGIZOI] in Ferrara 1472 unter Ercole 1., Diario ferrarese, bei Murat. 
XXIV, G0]. 243: im December fing man an, die Hallen der Geldwechsler 
vor dem Thurm Rigobello zu bauen und die Paläste der Signori und die 
Bilden der Lederhändler (le banche de li calgari?) zu malen. Nachher, 
C01. 247 heisst es: den Palast der Lederbuden mit Paladinen, d. h. Wohl 
mit den Helden Carls d. Gr.  
Lodovico Moro liess in Mailand und Pavia: die Vorbauten (ä. 112) 
in den Gassen Wegräumeil und die Fassaden liess (fece) er malen, 
schmücken und verschönern; Cagnola, archiv. stor. III, p. 188. 
In Brescia am Corso del teatro sind noch fortlaufende mythologische 
Malereien 
Lattanzio 
Gambara 
erhalten. 
Weit häufiger 
jedem Eigenthümer 
malereien. 
jedoch sind der Natur der Suche nach die von 
nach eigenem Geschmack bestellten Fassaden- 
Schon ihr Ausgang von dem Andachtsbilde, ä. 162, weist darauf hin; 
sie waren gewiss oft der Stolz des Besitzers und das Kennzeichen seines 
Hauses, in einer Zeit, da man sich unterscheiden wollte und das Auf- 
fallende noch nicht mied. 
Auch an öffentlichen Gebäuden hie und da sehr früh Fassaden- 
malereien, als Ausdruck irgend einer Allen gemeinsamen Idee oder Er- 
innerung; so war zu Venedig im XIV. Jahrh. der Pai. del Comune (1324)
        

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