Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304924
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Zweites Buch. 
Decoration. 
Von der gemalten Flachdecke in S. M. dell' Orto zu Venedig, welche 
vielleicht die frühste mit fingirter und zwar sehr täuschender Prachthalle 
war, scheinbar mit gedoppelten gewundenen Säulen, ist nur noch die 
überschwengliche Beschreibung bei Sansoviilo, Venezia, fol. 59 und bei 
Vasari XI, p. 267, v. diGarofalo, vorhanden. Dieselben Meister, Gristoforo 
und Stefano von Brescia, malten noch Mehreres der Art.  Natürlich 
boten gewölbte Decken diesem Kunstzweig einen ganz andern Spielraum 
dar.  Vgl, Brainantds Scheinhallen, ä. 83.  
Kapitel. 
Fussböden, 
Kalligraphie. 
160. 
Der 
Fussboden 
harten 
Steinen, 
Marmor 
und 
Backstein. 
Die monumentale Behandlung der Fussböden, hauptsächlich in 
Kirchen, eignet sich die Mittel des Alterthums und des Mittelalters 
auf originelle und neue Weise an. 
In der Nähe der Päpste und in einzelnen besonders prächtigen Capellen 
dauert dasjenige rein lineare Mosaik aus harten Steinen, besonders weissem 
Marmor, Porphyr und Serpentin fort, Welches schon aus der urchrist- 
liehen Zeit auf die Gosmaten übergegangen War.  Mosaik Martins V. 
(nach 1419) im Mittelschiff des Laterans, eine der ersten Arbeiten des 
vom Schisma befreiten Papstthurns; Vitae Papan, Murat. III, II, G01. 858; 
 Nieolaus V. (seit 1447) wollte für seinen Neubau von S. Peter ganz 
dasselbe; ibid. G01. 935.  Boden der SlXIIHISChGH Capelle, der vaticani- 
sehen Stanzen, der Grabeapelle des Cardinals von Portugal in S. Miniato 
bei Florenz, der Capelle im Pal. Medici (Riceardi) ebenda. 
Alberti, de re aedificatoriafL. VII, e. 10 verlangt im pavimentum 
am ehesten ßLinien und Figuren, welche sich auf Musik und Geometrie 
beziehens.  
Figurirte und zwar erzählende Mosaiken, aus Marmor von verschie- 
denen Tönen, hat beinahe nur der Dom von Siena, dieser aber in grösster 
Masse und aus zwei Jahrhunderten, 1369 bis um 1550 (Fig. 203). Ueber
        

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