Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304853
IV. Kapitel. 
Holz. 
Arbeiten in 
319 
Gemälde an Bettstellen, ob an den vier Seiten oder im Betthimmel, 
ist oft nicht zu ermitteln: Vasari III, p. 96, v. di Uecello, der selbst hier 
seine perspectivischen Ansichten anbrachte;  IX, p. 176, v. di Fra Gio- 
condo: Garott0's Hercules am Seheidewege, als Kopfende (testiera) eines 
Bettes gemalt;  ib. p. 220, v. di Granacci, die Geschichten Josephs in 
Aegypten, sopra un lettuccio, in dem Prachtzimmer des Borgherini ä. 154, 
wo auch die Truhenmalereien etc. von Pontormo, ib. XI, p. 43, v. di 
Pontormo, dasselbe Thema behandelten. 
Gemälde an Truhen: Hauptstelle Vasari III, p. 47, s., v. di DeIlo; 
der Inhalt war aus Ovid's Metamorphosen, aus der römischen und grie- 
chischen Geschichte, oder es waren Jagden, Turniere, Novellenseenen. 
wDie trelTlichsten Maler sehämten sich solcher Arbeiten nicht, wie heute 
viele thun würdene.  Ib. IV, p. 69, v. di Lazzaro Vasari;  ib. p. 181, 
v. di Pesello, Turnierbilder;  ib. XI, p. 219, v. di Aristotile, die Arbeiten 
des Bacchiacca;  Milanesi II, p. 355, Gontracte von 1475 u. f.  Mit 
der Zeit mögen die Truhen am frühesten ganz plastisch geworden sein. 
Gemälde an Schränken, runden Holzscheiben (i? rotelle) u. a. Ge- 
räthen, sämmtlich mythologischen Inhaltes, von Giorgione, Vasari VII, 
p. 89, im Comment. zu v. di Giorgione. 
 Gänzlich untergegangene Gattungen dürfen wir hier bloss nennen: 
Malereien an Pferdegeschirr, mit Thierfiguren, oder mit einem brennenden 
Wald, aus welchem Thiere hervorstürzten etc.; Vasari IV, p. 68, v. di 
Lazz. Vasari; VI, p. 11, v. di Francia; VIII, p. 154, v. di San Giniignano; 
XI, p. 87, v. di Genga.  Sodann die bemalten Wagen bei dem jähr- 
lichen Ilorentinischen Staatsfest, Vasari VIII, p. 264, v. di A. del Sarto; 
XI, p. 39, v. di Pontormo.  Blosser Carnevalswagen nicht zu gedenken. 
Gemälde an Musikinstrumenten: höchst vorzüglich die Innenseite 
eines Glavierdeckels mit der Geschichte des Apoll und Marsyas, angeblich 
von Goreggio, eher von Baechiacca, im Pal. Litta zu Mailand. Laut 
Vasari XI, p. 56, v. di Pontormo, nlalte Bronzino für den Herzog von 
Urbino ein Glavier aus.  Lomazzo schlägt vor (Trattato, p. 347), an 
den Instrumenten die Bildnisse der grössten Virtuosen, je zu Dreien, anzu- 
bringen.  Eine Prachtharfe in einer Zeichnung aus den Uffizien (Fig. 199). 
Die 
5.158. 
geschnitzte Flachdecke. 
Die hölzernen Flachdeclzeil (palehi) in Kirchen und Palasträumen 
haben im XV. Jahrhundert meist eine nur einfache Configuration, 
aber eine glänzende Bemalung und Vergoldung. Gegen 1500 werden 
damit die edlern und feinern Formen des antiken Cassettenwerkes in 
Verbindung gesetzt; im XVI. Jahrh. bleiben einige der herrlichsten
        

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