Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304804
314 
Buch. 
Zweites 
Decoration  
Werk ßcon colonne, archi, seratini, rosoni e diverse fantasie, sowohl auf 
der vordern als auf der Rückseitew, und zwar auf 110 Gulden (zu 40 
Bologninen); Mariotti, lettere pittoriche perugine, p. 165. (Nicht mehr 
vorhanden.) Für einen andern Rahmen wurde mit Perugino selbst auf 
60 Goldducaten accordirt; Vasari VI, p. 48, Nota, v. di Periigino. Noch 
spät hier ein berühmter Rahmenmacher Eusebio Battoni, um 1553; ibid. 
p. 83, im Conimentar. 
Fra Bartolommeo vermied die Prachtrahmen und malte dafür gerne 
im Bilde eine architectonische Einfassung um die Figuren; Vasari VII, 
p. 162, v. di Fra Bartol.  In der Regel gaben wohl die Maler die 
Hauptsache an und zeichneten den Rahmen vor, selbst wenn es sich um 
grosse mehrtheilige Sacella mit vortretenden Säulen handelte; Vasari VII, 
p. 199, v. di Raff. del Garbo, Cominent.  Ein Bild desselben Meisters 
ebenfalls mit einer Einfassung von vertretenden, reichvergoldeten Säulen, 
ibid. p. 192. Es War die reichste Form und damals nicht selten, die 
meisten Maler konnten sie aber des starken Schattenwurfes wegen nicht 
lieben. 
Weit den grössten Ruhm hatten in diesem Fache die beiden Barile: 
Antonio, der seinen Namen in seine Bilderrahmen setzte, auch in solche 
um einzelne Madonnenbildei" für die Hausandacht;  Giovanni, der den 
Rahmen für Rafaels Transfiguration schuf (jetzt längst nicht mehr vor- 
handen); Vasari VIII, p. 90, im Comment. zu v. di Raffaello. 
In Venedig war nach 1470 ein gew. Moranzone namhaft; Sansovino, 
Venezia, fol. 57, vgl. 59.  Der schönste erhaltene Rahmen hier der- 
jenige um das Bild Bellini'sM(1488) in der Sacristei der Frari, blau und 
gold, oben Sirenen und Candelaber.  Der schönste in Padua um das 
Bild Rumaninds in der Cap. S. Prosdocimo bei S. Giustina (jetzt im 
städtischen Museum). 
 Venezianische Porträts, an Welchen auch der Rahmen berühmt War: 
eines mit goldenem Laubwerk in der Sammlung Vendramin (Anonimo 
di lllorelli);  Serli0's Rahmen um Tizians Porträt Franz I. (Aretino's 
Satyre an Franz, 1539: L'ha cinto dbrnamento singolare quel serio 
Sebastiano architettore). 
In den Rahmen kündigt sich dann mit der Zeit das Nahen des 
Baroclistyles früh und empfindlich an. Der Manierismus und Naturalismus 
der Maler dispensirt die Decoration vollends von allem Masshalten. 
156. 
Die 
Möbeln. 
In Betreff der 
hölzernen Geräthe 
der Paläste 
und 
reichern Häuser 
sind 
Beschreibungen 
erhalten , 
welche 
ahnen 
lassen, 
Jene 
wie 
mit 
dem
        

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