Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304793
Kapitel. 
Arbeiten ih 
Holz. 
313 
solcher Thüren von Palma Vecchio, mit einer Geres und einer Nymphe; 
ferner Thüren, welche von einem Schüler Tizians, Stefano, bemalt waren, 
in einem Zimmer des Hauses Odoni; Truhen und Bettstatt Waren von 
derselben Hand mit Malereien geschmückt. 
155. 
Altareinfassungen. 
Das Altarwerk (Ancona) des XIV. Jahrh. hatte aus einem System 
von grössern und kleinem Tafeln bestanden, zusammengefasst durch 
ein gothisches Sacellum von vergoldetem Holz. Das XV. Jahrh, 
welches sich allmälig für die Einheit des Bildes entschied, verlangte 
nun auch für dieses eine architectonische Einfassung, deren Pracht 
dem Reichthum und selbst der Buntheit der Darstellung entsprechen 
musste. Einige der schönsten decorativen Ideen der Renaissance Enden 
sich in diesen Bilderrahmen, für Welche bisweilen der grösste Aufwand 
in Bewegung gesetzt wurde. 
Die inehrtheilige Ancona hielt sich bei Fra Angelico da Fiesole bis um 
die Mitte des XV. Jahrh. und bei den Venezianern noch später; bisweilen 
wird sie in den Styl der Renaissance übergetragen. Von den prächtigen 
gothischen Rahmen der Muranesenbilder kennt man einen Verfertiger 
Cristoforo Ferrarese 1446; Sansovino, Venezia, fol. 91. 
Von den Rahmen der Renaissance 'wurden die (wenigen) weissmar- 
mornen erwähnt E. 144. Man bedurfte doch zu sehr der Farbigkeit; 
die hölzernen meist blau mit Gold, doch auch die Holzfarbe mit nur 
wenigem Gold. In seltenen, frühen Beispielen kommen auch Intarsien vor; 
Milanesi II, p. 257. 
Die Altarstaffel (Predella) oft mit kleinen Gemälden, doch auch als 
verzierter Sockel.  Als Seiteneinfassung dienen zwei Pilaster mit Arabesken; 
diese tragen ein Gebälk mit reichem Fries und bisweilen darüber eine 
durchbrochene geschnitzte Bekrönung. 
Die grösste Auswahl bieten die Altäre in S. M. Maddalena de' Pazzi 
und in Chor und Querschiff von S. Spirito zu Florenz; Filippino Lippi, 
von welchem vielleicht mehrere der betreffenden Bilder herrühren, pflegte 
auch die Rahmen anzugeben; Vasari V, p. 252, v. di Filippo Lippi; andere 
Male besorgten es Antonio Sangallo d. ä. und Baccio d'Agn0l0 für ihn; 
die hohen Preise, die der letztere für seine Rahmen erhielt, Vasari IX, 
p. 226, v. di Baccio, Nota. 
 In Perugia accordirten die Augustiner 1495 mit Mattia di Tommaso 
von Reggio um einen Rahmen für ihr (von Perugino gemaltes) Hochaltar-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.