Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304706
304 
Buch. 
Zweites 
Decoration. 
(Anonimo di Morelli).  Für S. Agostino in Perugia soll Perugino dem 
Baccio d'Agn0l0 das Stuhlwerk überhaupt vorgezeichnet haben; Vasari VI, 
p. 62, Comment. zu v. di Perugino. 
152. 
Die 
Intarsia 
nach 
Gegenständen. 
Als Frühstes gelten, 
Intarsien an Stuhlwerken 
sichten darstellen. 
obwohl nur mit beschränktem Rechte, solche 
und Kirchenschränken, welche bauliche An- 
Vasari I, p. 179, Introduz. Er meint, die Perspectiven von Gebäuden 
seien das Frühste gewesen, weil sie vermöge der vorherrschenden Gerad- 
linigkeit am leichtesten in Holz darzustellen seien. Allein die Kunst be- 
Vginnt überhaupt nicht immer mit dem technisch Leichtesten, und das 
Stuhlwerk von Orvieto mit seinen sehr schön ausgeführten Halbfiguren 
widerlegt ihn. Wahr ist nur, dass die nichtfigurirten Intarsien im 
XV. Jahrh. im Ganzen das Uebergewicht haben und dass die ganz grossen 
Unternehmungen von reichfigurirten erst um 1500 beginnen. " 
Dann soll Brunellesco, der Gründer der Perspectivik, die Intarsiatoren 
ganz besonders auf bauliche Ansichten hingewiesen haben; III, p. 197, 
v. di Brunellesco. Der dicke Holzarbeiter, der in der bekannten Novelle 
sein Opfer wird, hiess Manetto Adamantini. 
Die wichtigsten erhaltenen Arbeiten ganz oder überwiegend perspec- 
tivischer Art sind die Intarsien der Stahlwerke im Dom von Siena (1503, 
von Fra Giovanni da Verona),  an den Thüren der von Rafael ge- 
malten Zinmaer im Vatican (von Fra Giovanni, die geschnitzten Theile 
von Gian Barile),  in der Sacristei von S. Marco zu Venedig (1520 u, f. 
von Antonio und Paolo da Mantova, Fra Vincenzo da Verona u. A., wo 
die Wunder des h. Marcus wesentlich als Staffage grosser Stadtansichten 
dienen),  in der Gap. S. Prosdocimo bei S. Giustina in Padua,  in 
S. M. in Organo zu Verona (1499, von Fra Gioyanni, Fig. 190)  und ganz 
besonders in S. Giovanni zu Parma (von Zucchi und Testa);  auch in einer 
Gapelle von S. Petronio zu Bologna Treffliches (von Fra Raffaele da 
Brescia);  ebenso in S. Giovanni in Monte ebenda (1523, von Paolo Sacca). 
'Von Giuliano und Antonio da Sangallo (s. deren Leben Vasari VII, 
p. 209, s. und Nota, nebst Gomment. p. 230, ss.) sind mit Ausnahme 
der perspectivischen Intarsien im Domchor zu Pisa wohl keine mehr er- 
halten.  Die Gamera della Segnatura hatte Anfangs ringsum unter den 
Fresken ein Getäfel mit perspectivischen Intarsicn, von Fra Giovanni wie 
die Thüren; Vasari VIII, p. 20, v. di Raffaelo; X, p. 166, s. v. di Perino. 
Ueber diesen Meister überhaupt: IX, p. 196, ss. und Note, v. di Fra
        

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