Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304695
Kapitel. 
Arbeiten in Holz. 
303 
bringend, 
anheim. 
flel 
diese 
Kunstgattung 
mit 
der 
Zeit 
besonders Ordensleuten 
Ueber die Intarsia im Allgemeinen und über die farbige Beizung der 
Hölzer insbesondere Vasari I, p. 178, Introduzione, wo jedoch schon 
etwas abschätzig davon geredet wird. 
Die berühmtesten Meister im XV. JahrlL: Domenico di Niecolö von 
Siena, Giuliano und Benedetto da Majano, Francione, Giuliano da San- 
gallo u. a.  Florenz hatte 1478 nicht weniger als 84 Werkstätten von 
Intarsiatoreil u. a. Holzdeeoratoren (Fabroni, vgl. ä. 135). 
Dann um 1500 und später: Gio. und Ant. Barili, Baccio d'Agn0l0, 
die florentinische Familie Tasso;  in Oberitalien die Lendenara, eigentl. 
Canozzi; Bregaio; Fra Giovanni da Verona; Fra Damiailo da Bergamo, 
Schüler eines schiavonischen Mönches in Venedig; Fra Vineenzo da Verona; 
Fra Raffaele da Brescia. 
In der Zeit der beginnenden Ausartung: Baccio dlägnolds Söhne 
Giuliano und Domenico; Bartol. Negroni, genannt Riccio (über welchen 
Näheres Vasari XI, p. 171, im Gomment. zu v. di Sodoma). 
In Siena gab seit 1421 der genannte Domcnico Lehrlingen Unterricht 
in dieser Kunst mit Auftrag und Unterstützung des Staates; Milanesi II, 
p. 103; aber 1446 klagt er, dieselbe trage wenig ein und fast Niemand 
habe dabei aushalten wollen, ib. p. 237 (und Gaye I, p. 155); zwei andere 
Meister klagen 1453, sie seien alt und arm darob geworden, Mil. II, p. 287. 
(Supplik eines andern armen alten Holzdecorators vom Jahr 1521, ib. III, 
p. 75.) 
Die lntarsia konnte in der That am Besten von Mönchen mit völlig 
gesicherter Existenz betrieben werden, und zwar waren es vorzüglich 
Olivetaner. 
In Florenz haben zwei Stadtpfeifer ihre viele Musse auf diese Kunst 
gewandt; Vasari V, p. 138, v. di Ben. da Majano. 
Da es sich wesentliclium den Grad der Feinheit in der Ausführung 
handelte, liessen die Besteller sich von den Meistern Proben einsenden; 
so 1444 die Orvietaner; Della Valle, duomo di Orv., Doc. 67. 
Für tigürliche Darstellungen befolgten die Intarsiatoren nicht selten 
Compositionen von Andern; so der in seiner Art grosse Fra Damiano 
die Zeichnungen des Bernardo Zenale, des Troso von Monza, des Bra- 
mantino u. A. für die Ghorstühle von S. Domenico in Bergamo (Anonimo 
di Morelli); auch von seinem berühmten Stahlwerk in S. Domenico zu 
Bologna mit dem unendlichen Reichthum von Historien wird man Aehn- 
liches voraussetzen dürfen. Er arbeitete sonst sogar noch nach Zeich- 
nungen des Salviati (Vasari XII, p. 56, v. di S.) und des Vignola (ibid. 
131, s., v. di T. Zucehero). Zwei seiner Schüler reproducirten am Stuhl- 
werk von S. M. maggiore in Bergamo Oompositionen des Lorenzo Lotto
        

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