Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304684
302 
Zweites Buch. 
Decoration. 
aber, welche 1331 das Stahlwerk des Chores mit eingelegter Arbeit aus 
Ebenholz, Bux, Nussholz und Albuccio versehen, waren fast lauter Sienesen, 
und ebenso der damalige Dombaumeister Giov. Ammanati, Welcher die 
Vorzeichnung angab; (Della Valle) storia de] duomo di Orvieto, p. 109 
und Doc. 31'. Vgl. Milanesi I , p. 199.  
X  Dazwischen kommen jedoch wieder bemalte 
2 ' Arbeiten, und zwar in Siena selbst, wo das 
j  bereits berühmte Stuhlwerk des Domchors 
 von 1259 (l. c. p. 139) einem seither eben- 
 Z falls verschwundenen spätern, 1363-1397, 
j  weichen musste (l. e. p. 328,  Dasselbe 
 .4 x  ( war reich ligurirt und noch grösserntheils 
   2x l  oder ganz bemalt, auch vergoldet; von In- 
! "v All! tarsia wird nichts gemeldet. Es mag das 
  l" letzte gothische Stuhlwerk höhern Ranges 
 gewesen sein.  Auf der Schwelle zum 
 neuern Styl steht dann das jetzige Stuhl- 
   werk im Dom von Orvieto, von dem Sienesen 
  .v  Pietro di Minella (in Arbeit vor 1433), mit 
.11]    sehr vollkommen behandelter lntarsia 1m 
 l 1   j Figurhchen sowohl als 1mOrna1nent(F1g.189). 
i! g 55A Noch um die Zeit des Anfanges der 
l",  {s 7 Renaissance finden sich in Einem sienesischen 
i, I  m Meister, Domenico di Niccolo, die drei ver- 
J i   ä  wandten Künste beisammen: Intarsia, Glas-- 
i "I" l rei oder weni stens Glaserei n 
26W  11211;; Bddenmosaik? Milanesi II, )pil 2äßflgii. 
eggirzigjgrää Irilßjfyllll Ly tj-iygliff 
itylgii," Jfit Stellung der Intarsia. 
  Im XV. Jahrhundert ist die Illtarsia 
 im  e; namentlich der Stuhlwerke anerkannt 
im   II!  der wichtigste Theil der Decoration in 
Figz189. Chorstuhl von Orvieto. (Nahm Holz und bestimmt den Ruhm des Holz- 
arbeiters. Ausser heiligen Gestalten und 
Geschichten vertraut ihr die Renaissance zwei ihrer wesentlichsten 
Aufgaben an: die Intarsien stellen theils möglichst schöne freie Orna- 
mente dar, theils Ansichten von Phantasiegebäuden, welche als" uner- 
füllte Programme des damaligen Baugeistes  63) betrachtet werden 
müssen. Als eigentliches Gewerbe trotz hoher Preise niemals gewinn-
        

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