Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1304195
135, 
Siena 
und 
Florenz. 
Florenz und Siena sind von Anfang an die wichtigsten Werk- 
statten, von wo aus der neue Deeorationsstyl des lilarmors sich über 
Italien verbreitet. Rom , welches die grösste Menge von ausgezeich- 
neten Arbeiten besitzt, ist darin ganz von den Toseanern abhängig. 
Siena hat die Priorität mit Jacopo della f- 
Quercia, welcher ausser dem (wie es laut   
Milanesi II, p. 436 scheint, angezweifelten)  
Weihbecken im Dom von Siena, das Grab  
der Ilaria del Carretto im Dom von Lucca"  
1413 fertigte, das frühste Werk der entschie-  f?"  
denen Renaissance, mit Genien und Festons;   
Vasari III, p. 21, Nota, v. di Quercia.  So-   
dann soll das prächtige Weihbecken im Dom  
von Orvieto 1417 von einem Matteo Sanese   
gefertigt sein (Fig. 158).   
Die hohe Wichtigkeit, Welche Siena den  
Marmorarbeiten beilegte, Wobei man sich gllllill] 
durchaus nicht an Stadtkindcr, wie z. B. Vec-  lü! 
chietta (1412-1480), band, erhellt aus den l {l  iljj 
genauen Contracten mit dem Florentincr Bern.  
Rosellino über eine Thür im Pal. Pubblico  
1446 (Milanesi n, p. 235), sodann mit Urbano  
da Gortona über einen Prachtaltar  Dom   
(ibid. p. 271) u. s. W. Der Mailänder Andrea  
Fusina arbeitete 1481 bis 1485 den grossen  lukriylllllii 
Wandaltar des Cardinals Piccolomini im Dom  113,; 
  876,    und  der   
später (seit 1501) eini e Fi uren für diesen    
Altar schuf, meisseltegvielläicht zugleich das Bllgm 121i oiiivgigiiileclilgglllill Dom 
herrliche marmorne Giborium für den Hochaltar 
in S. Domenico, Welches ihm zugeschrieben wird.  Und zu gleicher 
Zeit besass Siena die Künstlerfamilie der Marrini (nicht Marzini), wovon 
Lorenzo einer der grösstcn Meister dieses Faches und ein sehr bedeutender 
Bildhauer war. Ih1n gehört die Marmorbekleidung des Eingangs zur 
Libreria im Dom und der Hochaltar in Fontegiusta, das vielleicht aller- 
schönste Werk der ganzen Gattung, sowohl in Betreff des Figürlichen 
als des Decorativen. (Vasari V, p. 284, v. di Pinturicchio; Milanesi III, 
p. 76, s.) Bald. Peruzzi zeichnete ihmvielleicht den schönen Marmorsitz
        

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