Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1303725
206 
Buch. 
Erstes 
Architectur. 
Statt der ahohenk Festungen führte Federigo von Urbino (ä. 6, 11) 
die vniederne ein, welchen das Geschütz weniger anhaben konnte. Ves- 
pasiano tiorent. p. 121. 
Die Rustica in zugespitzter (diarnantirter) Gestalt an den zwei riesigen 
vordem Thürmen des Castells von Mailand;  mit aufgemeisselten 
Kugeln als mediceischem Emblem an der Fortezza da basso zu Florenz. 
Grosse, neben dem kriegerischen Zweck auf den höchsten Phantasie- 
eindruck berechnete Festungsbauten der guten Zeit: die Burg von Givita 
castellana, von Antonio da Sangallo dem ältern; das Hafencastell von 
Civita vecchia, von Antonio da Sangallo dem jüngern, wenn nicht von 
Michelangelo. 
Das Castell von Palo angeblich von Bramante. Schöne einzelne 
Festungspartien in Nepi und Grotta ferrata. 
Fast alle namhaften Architecten Waren zugleich Festungsbaumeister 
und Ingenieure, und empfahlen sich den Grossen als solche oft mehr 
denn durch ihre Kunst im engern Sinn (S. die Biographien der drei 
Sangallo, des Sanmicheli u. A. bei Vasari, und über Franc. di Giorgio 
sowohl Vasari als Milanesi II, p. 416 bis Ende). Der berühmte Brief, 
mit welchem sich Lionardo da Vinci bei Lodovico Moro einführt, zeigt 
diess klar. Lettere pittoriche I, Append. 1.  Doch machte Girolamo 
Genga (1476-1551) kein Hehl daraus, dass ihm die Festungsbaukunst, in 
der er Meister war, vziemlich werth- und würdelosr erscheine. Vasari XI, 
p. 90, v. di Genga. 
Die Festungsbauten der Päpste des XV. Jahrh.: Vitae Paparuni, Murat. 
III, II, Col. 929 (Nieolaus  985 (Pius  1018 (Paul II.) etc. 
Die 
Thore 
der Renaissance. 
Das Prachtstück des Festungsbaues ist das Thor an Aussen- 
werken sowohl als im Innern. Das XV. Jahrh. hatte noch bisweilen 
den vollen Reichthum der korinthischen und Composita-Ordnung an 
den Pilastern und andern Gliederungen desselben Walten lassen. Das 
naheliegende Vorbild, der römische Triumphbogen, wurde doch nirgends 
ängstlich nachgeahmt. 
Porta Capuana in Neapel, um 1434, von dem Florentiner Giuliano 
da Majano; zwischen zwei Thürmen der Bogen mit Gomposita-Säulen 
eingefasst, mit hohem Fries, die AiiiCä neuer. 
Vorzüglich schön: Porta S. Pietro zu Perugia, schon 1448 begonnen, 
aber 1475 neu verdungen an Agostino von Florenz, 1481 unterbrßßhßn 
(S. 39) und daher ohne Kranzgesimse. Mariotti, lettere pittoriche peru-
        

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