Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1303689
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Erstes Buch. 
Architectur. 
Palladids Basilica 1549, ä. 103;  mit einfachen Mitteln höchst 
wirksam: Wiasarfs Uffizien, ä. 35;  reich und edel das Collegio de' 
Nobili u. a. Bauten um Piazza de' Blercaxiti zu Mailand, von Vinc. Se- 
regno, nach dem Motiv der Höfe des Alessi, g. 35, 106. 
106. 
Palastbau 
der 
Nachblüthe; 
Innere. 
das 
Im Innern gewinnt vor Allem das Vestibul, 
reiche Wartende Dienerschaft der Besuchenden, eine 
jetzt für eine zahl- 
grosse Ausdehnung. 
Schon die Pforte jetzt als Einfahrt gross und Weit. Das Vestibul, 
bei den Florentinern und noch bei Brarnante selten mehr als ein Gang 
mit Tonnengewölbe, wird ein grosser, hoher, gewölbter Raum, meist mit 
einschneidenden Lunetten.  Die Einfahrtshalle von Palazzo Farnese, mit 
ihrem Tonnengewölbe über dorischen Colonnaden wurde freilich nicht 
wieder erreicht. 
Das Vestibtll gedeiht zu einer der höchsten Aufgaben, indem der 
Treppenbau  99), bisher nur erst stattlich und bequem, nunmehr 
als Element der Schönheit dem Auge und der _Phantasie absichtlich 
dargeboten und an (las Vestibtil unmittelbar angeschlossen wird. 
Hauptneuerung: die Verdoppelung der Treppen um der Symmetrie 
Willen, nachdem man sich in Gärten und Höfen schon seit Bramante 
daran gewöhnt hatte (ä. 126 „ vgl. Fig. 124). Entweder begann man 
gleich unten mit 2 verschiedenen Treppen, oder liess Eine Treppe sich 
vom ersten Absatz an in zwei theilen; Absätze (Podeste), Geländer, Säulen- 
stellungen, Uebervvölbungen etc. erhielten jetzt erst ihr besonderes ästhe- 
tisches Gesetz; dazu die Poesie des Lichtes und der Durchblicke, welche 
nicht ruhte bis sie aller ihrer Mittel sicher war. 
Ein begeistertes und gewiss einflussreiches Programm dieses veredelten 
Treppenbaues: Vasari l, p. 130, lntroduzione. Das vorzüglichste Verdienst 
hat indess die steile Treppenstadt Genua, wo man von jeher darauf hatte 
denken müssen, dem vielen Steigen eine gute und schöne Seite abzu- 
gewinnen; die Treppe im dortigen Dogenpalast (nach 1550) und in allen 
folgenden Palästen. 
unter 
geist- 
Die Höfe haben nicht mehr die feine Eleganz der besten 
den frühem, dafür aber bisweilen eine ernste Grösse oder eine 
volle Pracht. 
Ernst der Pfeiler- und Säulenhallen Ammanatfs und Palladids. 
originelle und prächtige Hof in Alessi's Pal. Marine zu Mailand; 
Der 
Der
        

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