Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1303659
Kapitel. 
Composition 
Die 
des Palastbaues. 
199 
Loggia sich für einen Tyrannen und nicht für einen Freistaat schicke; 
Matteo Villani, L. VII, c. 41. 
Doch mussten die Familien-Loggien des XV. Jahrh., meist gegenüber 
dem Palast des betreffenden Geschlechtes, sich mit dem Gharacter eines 
artigen Zierbaues begnügen. 
Erhalten: die Loggia der Ruccellai in Florenz, bei deren Palast, und 
wie dieser von Alberti erbaut, und zwar trotz seinem Vorurtheil (ä. 35) 
mit Bogen. 
 In Siena: die Loggia de" nobili als Rückseite des Pal. della Mercanzia 
(ä. 102), auf 4 Pfeilern mit einem Oberbau, einfach zierlich;  
ferner die eben erwähnte Loggia del Papa, 1460 von Cecco diGiorgio 
erbaut, mit dünnen weitgespannten Bogen auf Säulen, mit der Inschrift: 
Pius II. den Mitgliedern seines Geschlechtes, den Piccoloniini. 
Manches Hallenfragment in italien. Städten mag eine solche Loggia 
gewesen sein, die ihren Character eingebüsst hat. 
5.105. 
der Nachblüthe; 
Palastbau 
Aeussere. 
das 
Seine definitive Ausbildung erhielt der Palastbau erst durch die 
Meister der Zeit von 1540 bis 1580, in einer Zeit der stillgestellten 
Politik, der Gegenreformation und der zunehmenden Vornehmheit auf 
spanische Weise. 
Die Meister: Giulio Romano; Giaconio Barozzi, genannt Vignola; 
Giorgio Vasari; Bartolommeo Ammanati; Galeazzo Alessi; Pellegrino Ti- 
baldi, gen. Pellegrini; Andrea Palladio u. A. m. 
Florenz unter Gosinio I., Genua seit Andrea Doria künstlich in Ruhe 
gehalten und wesentlich der spanischen Politik unterthan; Venedig durch- 
aus auf kluge Behauptung des Erworbenen angewiesen. 
Cosimo I. beförderte systematisch den Müssiggang der Reichen, und 
auch dem Geist der Gegenreformation war es angenehm, wenn biShET 
thätige Classen sich in eine vornehme Ruhe begaben. In Rom vüllendete 
sich diese Lebensweise, indem die ältern Häuser und die sich beständig 
neu bildenden Nepotenfarnilien darin förmlich wetteiferten. 
Die nächste bauliche Folge der Vornehmheit ist der zunehmende 
Weit- und Hochbau, niit noch weiterer Vereinfachung sowohl als Derbheit 
des Details, jetzt oft schon bis in's Flüchtige und E0116- 
Galeazzo Alessi hält am längsten eine reiche und gediegene Einzel- 
durchführung fest. 
Von den Fassadentypen gewinnt der römische im engern Sinne (E. 96), 
Wesentlich abgeleitet von Pal. Farnese, jetzt eine sehr grosse Ausdehnung.
        

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