Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1303257
Kapitel. 
Brud erscha Ftsgelnäude. 
Klöster und 
159 
Ein berühmtes Refectoriunl: das von Eugen IV. 1442 in S. Salvatore 
zu Venedig gestiftete, sammt reichsculpirtem Kreuzgang; Sansovino, Venezia, 
fol. 48. (Jetzt nicht mehr vorhanden?) 
Klöster höhern Ranges, zumal auf dem Lande oder in bequemen 
Städten gelegene, erhielten bisweilen eine gewaltige bauliche Ausdeh- 
nung nebst Weiten Gartenanlagen. 
S. Giustina in Padua, mit seinen 5 Höfen, hatte einst mit seinen 
Gärten, Wiesen und Fischereien eine Miglie Umfang; ganz von Mauern 
und Wasser umgeben, mehr castrum als claustruin zu nennen; M. Savo- 
narola, bei Murat. XXIV, Col. 1143.  
Gewaltig gross: S. Severino zu Neapel; S. Ambrogio zu Mailand; 
Monte Cassino (mit imposantem Atrium) etc. 
Sehr vollständig: die Gertosen bei Pavia und bei Florenz, letztere 
mit Ausnahme der Kirche fast ganz Renaissance; der Grundriss bei Grand- 
jean und Famin, archit. toscane, willkürlich verändert.  
Von den 1529 zerstörten Klöstern bei Florenz begeisterte Schilde- 
rungen bei Vasari VI, p. 33, ss., v. di Perugino (das Kloster der kunst- 
liebenden Jesuaten, ä. 269, mit einem Durchblick durch alle Hallen bis 
in den Garten), und bei Varchi, stor. fiorent. III, p. 86 (Kloster S. Gallo). 
Bibliotheken, Refectorien und Haupttreppen sind nicht selten im 
XVII. Jahrh. dem Colossalgeschmaek des Barockstyls zu Liebe umgebaut 
worden.  
Universitäten. 
und 
Bischofshöfe 
Von bischöHichen Residenzen, die sich 
klösterlichen Anlagen nähern mochten, ist aus 
aus dem XVI. Einiges Treifliche erhalten. 
Wohl einigermassen den 
dem XV. Jahrh. wenig, 
Die von Padua, 1445 vom Bischof Pietro Donato erbaut, übertraf 
sogar die damaligen päpstlichen Wohnungen; sie enthielt 2 sehr grosse 
Säle, 2 Capellen, eine Menge reicher Zimmer, grosse Vorrathsräulne, 
Ställe für 50 Pferde, einen prächtigen Garten; Savonarola, 1. c. C01. 1171. 
Der Bischofshof zu Pienza vielleicht normal für jene Zeit? 
Im erzbischöflichen Palast zu Pisa die Hofhalle in der Art von Bru- 
nellescds Klosterhallen, nur in grössern Verhältnissen und Weissem Marmor. 
(Ende XV- Jahfh) Am Vescovato zu Vicenza eine zierliche Halle vom 
Jahre 1494. , 
 Aus der ersten Hälfte des XVI. Jahrh. das einfach gute Veseovato 
zu Pavia.
        

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